Archiv für Januar 2013

Do. 31.01. Die italienischen Ultras und der Rechtsradikalismus

Laut den Medien gibt es in italienischen Fankurven seit einiger Zeit ein massives Problem mit rechten Fangruppen. Auch Kenner der Szene sprechen von einem Rechtsruck bei vielen Ultras. Dabei ist die Ultras-Bewegung in den 1960er und 1970er Jahren aus der linken Protestbewegung heraus entstanden. Wie konnte es dazu kommen, dass eine Fankultur, die sich von Italien aus über ganz Europa verbreitet hat, sich so weit von ihrem Ursprung entfernt hat und heute mit rechter Symbolik, rassistischen Gesängen und Spruchbändern sowie rechtsradikal motivierter Gewalt in Verbindung gebracht wird.

Darüber diskutieren mit uns:

– Kai Tippmann, Milan-Fan, Kenner der italienischen Fanszene und Blogger (www.altravita.com)
– Andrej Reisin, Journalist und Blogger (www.publikative.org) und
– Jonas Gabler, renommierter Fan-Forscher, der unter anderem zur Thematik veröffentlicht hat.

Wir laden herzlich dazu ein, an dem Gespräch teilzunehmen. Es gibt italienisches Essen und nach der Diskussion wird Italo-Pop gespielt. Der Eintritt beträgt je nach eigenem Ermessen 3-5 Euro.


Achtung: Der Vortrag beginnt pünktlich um 20.00 Uhr!!!!

Fr. 25.1. Deutschpunk-Inferno

Das einzig wahre Original. Dieses Jahr mit weniger Pascow und mehr Deutschpunk! Außerdem gibts literweise Mäusepisse, einen Überraschungs-Live-Act und wie immer das Beste von DJ Dosenpfand und Dr. Deutschpunk auf die Plattenteller.

Mi.23.01. Wahrheit und Gerechtigkeit für Oury Jalloh + Wie gehts zu NoWkr13

Saal:

Für einen unabhängigen Brandgutachter!

Wahrheit und Gerechtigkeit für Oury Jalloh!

Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau bei lebendigem Leib verbrannt. Bis heute ist nicht geklärt, was an diesem Tag in Zelle Nr. 5 tatsächlich geschehen ist. Während Verwandte, Freund_innen und die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh von Mord sprechen, wurde im ersten Prozess gegen zwei Polizisten lediglich Anklage wegen „fahrlässiger Tötung“ bzw. „fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge“ erhoben. Der Prozess endete mit einem Freispruch, obwohl sich PolizeizeugInnen in eklatante Widersprüche verwickelt hatten. Am 7. Januar 2010 kassierte der Bundesgerichtshof in einer spektakulären Entscheidung das Urteil des Dessauer Landgerichts. Der Fall wird nun seit zwei Jahren vorm Landgericht Magdeburg neu verhandelt.

Bis heute fußt die Klage der Staatsanwaltschaft auf der Annahme, dass Oury Jalloh trotz Fixierung an Armen und Beinen mit einem Feuerzeug seine feuerfeste Matratze selber angezündet habe. Das fragliche Feuerzeug ist jedoch erst zwei Tage nach dem Brand aufgetaucht. Zudem wurde bei einer erneuten Untersuchung dieses Feuerzeugs ganz klar festgestellt, dass es sich zur Brandzeit nicht am Brandort befunden haben kann. Denn es weist keinerlei Materialspuren der Matratze oder der Kleidung von Oury Jalloh auf. Mit diesen hätte es aber verschmolzen sein müssen. Ebenfalls verschwunden sind die Videobänder von der Durchsuchung der Zelle, hinzu kommen weitere Ungereimtheiten aus jüngster Zeit..

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh hat daher einen bekannten Brandgutachter gebeten, in einem unabhängigen Gutachten zu klären, wie das Feuer entstanden ist und welchen Verlauf es genommen hat. Denn für die Verwandten von Oury Jalloh genauso wie für die Oury Jalloh-Initiative, für die Black Community (nicht nur) in Deutschland und für alle, die in einer Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung leben möchten, ist es von allerhöchster Bedeutung, die Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh ans Licht zu bringen und Klarheit über strukturellen Rassismus insbesondere in deutschen Polizeistationen zu erlangen. Einziges Problem: Ein solches Brandgutachten ist sehr teuer – insgesamt 40.000 Euro. Nicht nur, weil es erforderlich ist, die Zelle nachzubauen, auch Matratzen und andere Materialien müssen angeschafft werden. Hinzu kommen Reise-, Übersetzungs- und sonstige Sachkosten.
Beginn: 20:30 Uhr

Raum 2:

Offenes Treffen für alle, die am 01.02. zu den Protesten gegen den Akademikerball (formerly known as WKR-Ball) fahren möchten.
Beginn: 19:00 Uhr

Di. 22.01. offenes Treffen des asab_m

Das asab_m ist eine autonome queerfeministische Gruppe, die sich in Theorie und Praxis mit Antisexismus auseinandersetzt.
Beim nächsten offenen Treffen (22.01.2013) möchten wir mit allen Interessierten (all gender are welcome) anhand eines Textes zum Thema Freiräume und Sexismus, den wir gemeinsam lesen werden, diskutieren. Natürlich sind wir auch für alle anderen Themen die euch interessieren offen.
Du musst nicht 12 Semester Feminismus studiert haben um mitdiskutieren zu können!

Beginn: 19:00 Uhr

Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

Do. 17.01.: D.I.Y. – Kafe

Diesen Donnerstag (17.01.2013) findet wieder einmal das D.I.Y. – Kafe statt. Wir wollen dieses mal über das D.I.Y. – Kafe diskutieren.
Hier ein paar Fragen, an denen sich die Diskussion orientieren könnte, aber nicht muss:
Was ist die Perspektive eines DIY Kafes?
Wie schafft mensch die Rollen von Organisator_innen und Konsument_innen zu überwinden?
Welche Ideen und Möglichkeiten können wir alle rein tragen?
Wie gestalten wir die Abende ohne ein festes Konzept?
Usw.
Ihr seid alle herzlich eingeladen teil zu nehmen und euch an der Diskussion zu beteiligen. Eure Ideen sind mehr als willkommen. Lasst uns zusammen ein schönen Abend auf die Beine stellen, der uns allen Spass macht und an dem wir alle von einander Lernen können. Wenn ihr verrückte Ideen habt, Erfahrung weiter geben wollt oder einfach nur paar Gespräche führen wollt, im DIY – Kafe könnt ihr euch austoben! Wir treffen uns um 19:00 Uhr im Marat, damit wir die Möglichkeit haben noch etwas zu trinken und zu essen zu holen. Du kannst aber gerne jederzeit dazustoßen…

Do, 17.01.2013 19:00 Uhr

Sa. 19.01. if the kids eat united

Jetzt gibts was auf die Ohren und was für den Gaumen!

Am Samstag den 19.01.13 gehen wir in die zweite Runde mit der Eat-Party. Unter dem Motto „If the kids eat united“ wollen wir gemeinsam mit euch bei guter Musik und Kerzenflimmern das veganene Menü verputzen.
Um 19:00 Uhr geht der erste von fünf Gängen raus, danach folgen die nächsten. Natürlich alles, wie immer preiswert und bezahlbar.
Um 22:00 Uhr gehts dann mit Shimé (Tech House) von Pfandfinderei und Bassfunk (Dubstep/D`n`B) im Saal weiter! Und natürlich gibts Getränkespecials in Raum 2.
Abgerundet wird alles mit dem freinsten Trash aus den 90er Jahren.

Fr. 11.1. Sacred Bones

Freitagskafe goes Sacred Bones Party. Ab 22 Uhr legt DJ Frankit Wave, Postpunk und verwandtes auf.
Offen wie immer ab 20 Uhr.

Sa. 12.01. Theorie & Party

Theorie und Party Banner

Am Samstag, den 12. Januar 2013, lädt die libertäre Antifa München zu Theorie und Party No.1 ein. Um 14:00 Uhr Mittags gehts mit einem Workshop vom asab_m zum Thema Definitionsmacht los, danach kommen noch ein Vortrag von Robert Andreasch vom a.i.d.a.-Archiv zum Thema NSU in Bayern und ein Mobivortrag der autonomen antifa [w] von der NO-WKR-Kampagne über die Gegenproteste zum WKR-Ball 2013. Abgerundet wird das ganze mit einem Konzert mit Lena Stoehrfaktor und DJ Noizy Neighbor aus Berlin. Was dann noch an Energie das ist, darf gerne bei der Aftershowparty danach rausgetanzt werden. Trashiger Electro von DJ* Cinnamon aus Wien und und die Electromukke von Feenstaubinferno aus München bringen auch das letzte Bein zum tanzen.

Während dem gesamten Tag gibts in Raum 2 einen Antifa-Tresen mit kühlen und bezahlbaren Getränken und aktuellen Infos. Für den kleinen Hunger zwischendurch auch kleine Snacks.

Abends ist dann Thekenbetrieb mit günstigem Bier und Spezi und auch einer leckeren KüFa (= KücheFürAlle, also kostet fast nix, auch bekannt als VoKü)

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Das Geld fließt in erster Linie in die Deckung der Kosten, der Rest in antifaschistische Arbeit. Wer nur die Vorträge/Workshops besucht zahlt auf Spendenbasis, was sie/*/er will.

Hier das gesamte Programm:

14:00 Uhr Workshop: Definitionsmacht asab_m
(Antisexistisches Aktionsbündnis München)

17:00 Uhr Vortrag: NSU in Bayern Robert Andreasch / a.i.d.a.
(Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München)

19:00 Uhr Mobivortrag: NO WKR 2013 autonome antifa wien / NO WKR-Kampagne

20:30 Uhr Einlass Konzert

21:00 Uhr Konzert: Lena Stoehrfaktor mit DJ Noisy Neighbor (Rap aus Berlin)

danach: Aftershowparty mit Feenstaubinferno (elektro aus münchen) und DJ* Cinnamon (elektrotrash aus wien)

Weitere Infos zu Theorie & Party gibts auf theorieundparty.blogsport.de

Antifa Cafe am 10.1.13

„Vereint im Kampf um Europa“

Verbindungen der bayerischen Neonaziszene nach Mittel- und Osteuropa

Was auf den ersten Blick verwirrend klingen mag, ist längst Realität:
Die extreme Rechte in Bayern ist auch international vernetzt. Engere
Beziehungen gibt es vor allem zu Neonazis in Tschechien und Ungarn.
Beide Länder werden rechtskonservativ regiert. Während die ungarische
extrem rechte Partei „Jobbik“ jedoch als drittstärkste Fraktion im
Parlament sitzt, ist die tschechische „Arbeiterpartei der sozialen
Gerechtigkeit“ parlamentarisch unbedeutend.
Im Vortrag wird extrem rechte Szene in beiden Ländern beleuchtet und
gezeigt, welche Anknüpfungspunkte aber auch Hindernisse es für die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit der extremen Rechten gibt.

Offen ist ab 20:00, der Vortrag beginnt gegen 21:00. Dazu wie immer köstliche Drinx, nette Leute, schöne Musik und leckeres Esssen gezaubert vom Kulinariat

Die eigentlich für diesen Donnerstag geplante Veranstaltung mit Bini Adamczak: “Von der Revolution der Geschlechterordnung zum Mütterchen Russland” muss leider um einen Monat auf den 7. Februar verschoben werden.

Verschoben: Vortrag von Bini Adamczak

Der Vortrag von Bini Adamczak muss leider auf den 7. Februar verschoben werden. Das Antifa-Café findet mit anderem Programm trotzdem statt.

Bini Adamczak: “Von der Revolution der Geschlechterordnung zum Mütterchen Russland”

Vor 96 Jahren, am 6. Internationalen Frauentag brach die Russische Revolution aus. Menschen, die eben noch für Frauen gehalten wurden, zogen sich Hosen an, schoren sich die Haare, griffen zu Zigaretten und Gewehren. Bald darauf ließen sie sich scheiden – ein handgeschriebener Zettel reichte dafür. Die Hülsen vergilbter Geschlechter platzten wie Körner in der Pfanne. Es war – auch – eine queer-feministische Revolution. Sie brachte die Legalisierung von Abtreibung und Homosex sowie erste tapsige Schritte zur Auflösung der Familie. 1922 erklärte ein sowjetisches Gericht die Ehe zwischen einer Cisfrau und einem Transmann für rechtens mit dem simplen Hinweis, sie sei einvernehmlich geschlossen worden. Das kommunistische Glück, ohnehin von einer Norm universeller Männlichkeit getrübt, hielt nicht lange. Und scheiterte schrecklich. Aber das in der Revolution gegebene Versprechen bleibt lebendig, es ist – offenkundig – noch lange nicht erfüllt. Laut Alexandra Kollontai, erste Ministerin der Moderne, ist es das Versprechen auf eine Welt, deren gesellschaftliche Bindungen von solcher Zärtlichkeit sind, dass sie keine Flucht in die Liebe weil keine Angst vor der Einsamkeit mehr kennt.

Bini Adamczak ist das unstete Bündnis zänkischer Gespenster, unerwünschter Erbschaften und nächtlicher Reproduktionsläufe. Die Autorin (1979) von „Kommunismus für Kinder“ (2004) und „Gestern Morgen“ (2007) lebt in unbewohnbaren Orten, die dennoch dicht besiedelt sind
.

Doors open: 20:00 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr
In der Küche zaubert das Kulinariat und natürlich zusätzlich wie immer feinster Sound von den Plattentellern.