Archiv für November 2013

München fährt nach Hamburg

Im Oktober diesen Jahres hat die seit 24 Jahren besetzte Rote Flora eine Kampagne zu ihrer Verteidigung ausgerufen.

Mit einer bundesweiten und internationalen Demonstration am 21.Dezember in Hamburg soll deutlich gemacht werden, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte versucht werden, die Rote Flora zu räumen.
Inhaltliche Schwerpunkte sind die aktuellen Kämpfe um den Erhalt der Esso-Häuser, das Bleiberecht der Flüchtlinge und die radikale Kritik an Repression und Gefahrengebieten.

Bustickets von München zur Demonstration in Hamburg am 21.12. gibt es immer Mittwochs und Freitags sowie im Antifa-cafe am 12.12. für 45€ im Kafe Marat.

*Infos zur Anreise ab München findet Ihr hier:
flora089.blogsport.de

*Hier einen Aufruf von diversen Antifa Gruppen:
antifa supports Rote Flora

*Und unter florableibt.blogsport.de den offiziellen Aufruf sowie alle Infos rund um die Demo

FLORA BLEIBT UNVERTRÄGLICH!

Fr. 29.11. Goran D. Sanchez + Concierge + Patient 0

Goran D. Sanchez
Hardcore, Metal und Stoner aus Italien.

Concierge
Hardcore aus München

Patient 0
Hardcore aus München

Mi. 27.11. Zwi­schen Ver­drän­gung und An­eig­nung

Als Abschluss der antifaschistischen Ver­an­stal­tungs­rei­he „Nichts und Nie­mand ist ver­ges­sen“ anlässlich des 75. Jahrestages der Novemberpogrome findet am Mittwoch, den 27. November ein Vortrag mit Michael Sturm statt.

Zwi­schen Ver­drän­gung und An­eig­nung.
Der er­in­ne­rungs­kul­tu­rel­le Um­gang mit der NS-​Ver­gan­gen­heit in Deutsch­land. Ges­tern – heute – mor­gen.

Mit Ge­schich­te wird Po­li­tik ge­macht. Wäh­rend die „alte“ Bun­des­re­pu­blik ihre Dis­tanz zur NS-​Ver­gan­gen­heit in ihren ers­ten Jahr­zehn­ten vor allem im Ver­schwei­gen und in der oft­mals skan­da­lö­sen In­te­gra­ti­on der Täter such­te, pfleg­te die DDR einen star­ren, my­tho­lo­gi­sier­ten An­ti­fa­schis­mus, der die zen­tra­le his­to­ri­sche Meis­ter­erzäh­lung des so­zia­lis­ti­schen Staa­tes bil­de­te. In den Jah­ren un­mit­tel­bar nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung präg­ten zu­nächst to­ta­li­ta­ris­mus­theo­re­ti­sche Ar­gu­men­ta­ti­ons­mus­ter ver­stärkt die er­in­ne­rungs­po­li­ti­schen Dis­kur­se. Oft­mals ging es dabei darum, den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus als einen Teil­as­pekt einer zwei­fa­chen „to­ta­li­tä­ren Dik­ta­tur­er­fah­rung“ zu re­la­ti­vie­ren.

Wäh­rend der 1990er Jahre än­der­te sich der Um­gang mit der Ge­schich­te: Ge­ra­de weil man aus der Ge­schich­te ge­lernt und diese auf­ge­ar­bei­tet habe, müsse Deutsch­land nun wie­der “Ver­ant­wor­tung“ in der Welt über­neh­men. Die an­geb­lich er­folg­reich voll­zo­ge­ne „Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung“ bil­det nun­mehr einen der zen­tra­len Re­fe­renz­punk­te der „Ber­li­ner Re­pu­blik“. Zudem ist zu be­ob­ach­ten, dass sich Grund­zü­ge einer glo­ba­len Er­in­ne­rungs­kul­tur her­aus­bil­den, in der der Ho­lo­caust zwar zu einer Chiff­re für das Mensch­heits­ver­bre­chen schlecht­hin avan­ciert, dabei aber gleich­zei­tig des­sen kon­kre­ten his­to­ri­schen Be­zü­ge und Hin­ter­grün­de ver­blas­sen. Diese Ent­wick­lung ist am­bi­va­lent, bie­tet sie doch An­knüp­fungs­punk­te auch für die neuen deut­schen Opfer­dis­kur­se, die um den Bom­ben­krieg, Flucht und Ver­trei­bung krei­sen. Der Vor­trag zieht zum einen eine kri­ti­sche Bi­lanz der ge­schichts­po­li­ti­schen Um­brü­che der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Zum an­de­ren sol­len mög­li­che Ent­wick­lungs­li­ni­en künf­ti­ger Er­in­ne­rungs­kul­tu­ren skiz­ziert wer­den.

Micha­el Sturm ist Historiker und lebt und arbeitet in Münster.
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Offen: 19:30 / Beginn: 20:30

Do. 28.11. Queerkafe: Anarchafeminismus in Russland

Ge­müt­li­ches Que­er­ka­fe mit vega­nem Essen, güns­ti­gen Ge­trän­ken und guter Musik.

ab 20 Uhr

Programm:

Flyerbild zur Veranstaltung Anarchafeminismus in Russland

Flyertext zur Veranstaltung Anarchafeminismus in Russland

Fr. 22.11. Raum 2 Special: Funky Town

Diesen Freitag erwartet euch zusätzlich zum Konzert im Saal im Raum 2 nach dem grandiosen Debut im Sommer endlich wieder eine Veranstalung der Reihe Funky Town. Zu hören gibt es die feinsten Platten der Disco-Ära, stilsicher präsentiert vom Funk-Town-DJ-Team. Ganiert wird das Ganze mit einem innovativen Getränkespecial. Die gesamten Einnahmen werden zur Tilgung repressionsbedingter Kosten verwendet. So dress up and work it to these funky funky rhythms!h

Die Tore von Funky Town stehen euch ab 22:11 Uhr offen!

Fr. 22.11. Burial + Sonic Abuse + Gerk

Bu­ri­al (Hardcorepunk, NRW)
„Brachiales Geballer zwischen Japcore und Olschool-Hardcorepunk“

Sonic Abuse (Punk, Mün­chen)
„Trash-HC from outer space. Fuck modern stuff, it’s all crap. Full steam ahead!“

Ganz kurzfristig sind noch Gerk (Hardcorepunk, Argentinien) dazugekommen.

Offen ab 20 Uhr

Mi. 20.11. DIE ULTIMATIVE GAMESHOW!

Diesen Mittwoch live und nur im Kafe Marat:
DIE ULTIMATIVE GAMESHOW!

Wer den Buchstabierwettbewerb gemocht hat, wird DIE ULTIMATIVE GAMESHOW lieben!

Gespielt wird im Ko-System jeweils drei gegen drei. Ziel wird es sein, Begriffe den Teampartner_innen entweder mit Pantomime oder zeichnend (Paint) zu „beschreiben“.
Und das Alles mit multimedialer Umrahmung.
Meldet Euch mit Eurem Team am Mittwoch an oder sucht Euch vor Ort Mitspieler_innen.

Freut Euch auf eine Show der Spitzenklasse auf höchstem Unterhaltungsniveau und tollen Preisen!

Teamanmeldung ab 20:00 Uhr
Beginn: 20:15 Uhr

Fr. 15.11. wave wave wave

sacred bones party (wave, postpunk)
this friday wave and post punk fete at the frika with dj frankit so put on your dancing shoes! be there or be square

cheers your fridaycoffee

Fr. 15.11. Solidarität ist eine Waffel…

…und nicht nur eine hohle Phrase. Deswegen kommt am Freitag den 15.11. ab 17:00 Uhr in den Infoladen. Es gibt vegane Waffeln, Soli-Kafe, Tee und wie immer die Möglichkeit in Büchern und Zeitschriften zu stöbern. Die Einnahmen kommen den laufenden Kosten zugute.

Mi. 13.11. Vortrag: Zwischenstation „Judensiedlung“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nichts und Niemand ist vergessen“ findet am Mittwoch, den 13. November ein Vortrag von Maximilian Strnad zur Ver­fol­gung und De­por­ta­ti­on der Münch­ner Juden statt.

Im Som­mer 1941 rich­te­te die Ari­sie­rungs­stel­le drei Wohn- und Ar­beits­la­ger für die Münch­ner Juden ein. Die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten nutz­ten die­ses La­ger­sys­tem als mul­ti­funk­tio­na­les Ter­ror­in­stru­ment. Die heute im öf­fent­li­chen Be­wusst­sein nur noch wenig be­kann­ten Orte „Ju­den­sied­lung Mil­berts­ho­fen“, „Klos­ter­an­la­ge Berg am Laim“ und „Ar­beits­la­ger Loh­hof“ spiel­ten eine zen­tra­le Rolle bei der „Wohn­rau­ma­ri­sie­rung“, der Ghet­toi­sie­rung, der Zwangs­ar­beit, der fi­nan­zi­el­len Aus­beu­tung sowie der Kon­trol­le und Ter­ro­ri­sie­rung der jü­di­schen Be­völ­ke­rung und dien­ten bei den De­por­ta­tio­nen als Sam­mel­la­ger für die Mehr­zahl der etwa 3.​300 über Mün­chen ver­schlepp­ten Juden. Der Vor­trag schil­dert ein­zel­ne bio­gra­fi­schen Skiz­zen von Tä­ter_in­nen und Pro­fi­teur_in­nen und ver­sucht an­hand aus­ge­wähl­ter Bei­spie­le einen Ein­blick in den All­tag der als Juden Ver­folg­ten Münch­ner_in­nen zu er­mög­li­chen.