Archiv für Dezember 2019

Do. 02.01. Antifa-Café

Antifa in Austria
Wenn Menschenfeindlichkeit Regierungsprogramm wird

Genoss*innen der afa[w] und der Plattform Radikale Linke geben einen Überblick der Geschichte antifaschistischer Organisierung in Österreich, sowie über extrem rechte Umtriebe heute. Gemeinsam diskutieren wir über linksradikale Perspektiven auf die Entwicklungen und Debatten vor Ibiza. Was heißt Antifa wenn Faschos nicht am Katzentisch sitzen sondern in der Regierung? Und das nicht nur aus politisch, aktivistischer Perspektive sondern auch für den Alltag. Was bedeutet es Strategien der Aktion, Kommunikation und Organisierung bewusst hinterfragen und verändern zu müssen und wollen? Was bedeutet die fortgeschrittene Normalisierung der organisierten Menschenfeindlichkeit für einen selbst, für die Menschen die man mag und mit denen man solidarisch ist? Wie ist die aktuelle politische Lage und Stimmung? All diese Fragen haben wir den Wiener Genoss*innen gestellt und sie bringen uns im Rahmen des Antifa-Cafés ein paar Antworten mit.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

anti-weihnachts-queerkafe 26.12.19 (!!schokobrunnen!!)

Besinnliche Weihnachten? Nein Danke!
Weihnachten ist kapitalistisch, veraltet, konfessionell verseucht,
heteronormativ, und nicht zu vergessen: weiß.
Wir wollen keine weiße Weihnacht, nein, wir wollen gar keine Weihnacht.
Also öffnen wir am 26. Dezember die Tore des Kafe Marat für all euch
bunten, queeren, andersdenkenden Menschen.
Zur nicht-Feier des Tages schlachten wir gerettete
Schoko-Weihnachtsmänner und schmelzen sie in einem Schokobrunnen
zusammen.
Ah ja und ein Gutes hat diese Zeit des Jahres: Glühwein! (Und
Kinderpunsch)
Kommt zahlreich! <3

Start: 19 Uhr

Essen und Getränke auf Spendenbasis! :-)

Euer Queerkafe

Fr. 27.12. Antifa-Soli-Auktion

»Nur der ist froh, der geben mag.«
Johann Wolfgang von Goethe

»Wir alle haben die Pflicht Gutes zu tun.«
Franziskus

»Wenn du ‘n scheiß Millionär bist, musst du ‘s mit Ärmeren teilen.«
Haftbefehl

Auch dieses Jahr lockt zwischen Weihnachten und Silvester die antifaschistische Benefizversteigerung im Kafe Marat. Dabei wird allerlei Schönes und Schräges in Szene gesetzt und in Solikohle für antifaschistische Arbeit verwandelt. Wir haben wieder einige echte Schmuckstücke für euch aufgetrieben, freuen uns aber auch über eure vergessenen Schätze, die schon viel zu lang im Keller verstauben.

Im Anschluss wird getanzt. Dazu gibt’s Snacks, Solibar, Tombola undundund.

Fr. 20.12. Ende Gelände Party mit Zoo Escape und Wollstiefel

Ende Gelände lädt für ein aktivistisches 2020 zur Party.

Zoo Escape (Powerpop, München)
Glam trifft auf Dreck und Wut auf Liebe, die Einflüsse reichen von Johnny Thunders bis France Gall.

Wollstiefel (Akustikpunkrock, Augsburg)
Die Akustikpunkrocker aus Augsburg machen ebenfalls ihre Aufwartung. Schnell, laut, und unprofessionell.

Danach wird aufgelegt

Offen ab 20 Uhr

Mi. 18.12. 10 Jahre „Unsere Uni brennt“

Diesen Mittwoch widmen wir den Bildungsprotesten, die vor genau 10 Jahren in der Besetzung der Universität am Geschwister-Scholl-Platz unter dem Motto “ Unsere Uni brennt“ gipfelten. Nach einer kurzen Einführung und Rückblick auf die Geschehnisse von damals wollen wir mit euch zusammen diskutieren und der Frage nachgehen wie wir die gemachten Erfahrungen auch in gegenwärtigen Protesten und Auseinandersetzungen mit einfließen lassen können.

Do. 19.12. 3-D-Kafe: Gelbwesten: Une situation excellente?

Vortrag und Diskussion mit Translib Leipzig

Die Translib Leipzig hat eine Broschüre zur Bewegung der Gelbwesten in Frankreich herausgegeben. Neben den Ergebnissen ihrer eigenen Auseinandersetzung umfasst die Publikation auch Übersetzungen einiger bedeutender Beiträge aus der Debatte vor Ort sowie ausgewählter Text aus der Bewegung selbst. Wir haben die Translib eingeladen, die Gelbwesten-Broschüre und ihre Thesen vorzustellen und sie mit uns zu diskutieren.

„Als der französische Präsident Emmanuel Macron im Oktober 2018 eine Steuererhöhung auf Diesel und Benzin verkündete, rechnete wohl kaum jemand mit dem, was in den kommenden Monaten passieren sollte. Die Revolte der Gelbwesten traf nicht nur die Regierung völlig unerwartet, auch die traditionelle Linke wusste mit den Forderungen, Aktionsformen und Symboliken zunächst nichts anzufangen.

Die Gilets Jaunes kamen buchstäblich aus dem Nichts: Sie nahmen ihren Ausgangspunkt an den verlassenen Kreisverkehren der französischen Peripherie, mobilisierten sich in den Untiefen der sozialen Netzwerke und verweigern sich weiterhin hartnäckig jeder Form der Repräsentation. Was führte zu dieser unvorhergesehenen Explosion?

Um das herauszufinden, haben wir in den vergangenen Monaten eine Menge Texte zu den Gelbwesten gesichtet und gelesen. Einige haben wir ausgewählt und übersetzt und schließlich selbst einen längeren Aufsatz geschrieben. Parallel zur Arbeit an den Texten haben wir erste Resultate auf Veranstaltungen vorgetragen und natürlich während all dessen immer wieder über die Gelbwesten diskutiert. Die Ergebnisse unserer Auseinandersetzung haben wir in einer Broschüre zusammengestellt: „Une situation excellente? Beiträge zu den Klassenauseinandersetzungen in Frankreich“. Nach einer kurzen Vorstellung der Broschüre bringen wir einige Thesen zu zentralen Aspekten der Bewegung zu Gehör und umreißen die politischen Konsequenzen, die wir aus unserer Analyse ziehen. Diese Gedanken wollen wir mit euch diskutieren.“

Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Für Essen und Getränke ist wie immer gesorgt.

Fr. 13.12. ABGESAGT/CANCELED: The Pau + Bolehlav

The Pau and Bolehlav mussten leider sehr kurzfristig absagen.
The Pau and Bolehlav had to cancel todays show!

Diesen Freitag gibt’s Elecronic Punk:

THE PAU (Electronic Punk, PL)
One-Woman Postpunk-Projekt aus Polen.

BOLEHLAV (Electro/Breakcore, Mělník)
Electroprojekt aus Tschechien das Genres wie Dubstep, Breakcore bis zum Metal aufbricht und sie zu strangen Mosaiken wieder zusammen setzt.

Offen ab 20 Uhr

Do. 12.12. Klima, Krise, Kapital

Zur ökologischen Krise und ihrer Kritik(er) – Vortrag und Diskussion mit direction f (Hannover)

Die globale Klimaerwärmung und ihre (befürchteten) Folgen sind momentan eines der prominentesten politischen Themen. Jede und Jeder hat dazu eine Meinung, ob sie existiert, wie dramatisch sie ist oder wie sie zu lösen ist. Auf die politische Agenda hat sie jüngst die ‚Fridays for Future-Bewegung‘ mit ihren regelmäßigen Demonstrationen, die zuletzt Ende September allein in Deutschland ungefähr 1,4 Millionen Menschen auf die Straßen brachten, gesetzt. Neben den Fridays gibt es bundes- und weltweit noch unzählige weitere ‚for future-Gruppen‘. Von ‚Students‘ über ‚Parents‘ bis hin zu den ‚Psychologists‘ oder ‚Scientists‘ – sie alle fordern ein Umdenken in der globalen Klimapolitik. Statt jedoch den kapitalistischen Produktionsprozess in die Kritik zu nehmen, wird zumeist an die Nationalstaaten appelliert. So sollen diese sich doch bitte an die vereinbarten Klimaziele halten, den Ausstoß von CO2 reduzieren und/oder auf erneuerbare Energien setzen. Auf der subjektiven Ebene wird erwartet, dass sich die Individuen in ihrem eigenen Konsumverhalten einschränken und versuchen, möglichst ‚nachhaltig‘ zu leben.
Der Frage warum diese Maßnahmen, ebenso wie ein ‚Green New Deal‘, den Klimawandel ebensowenig aufhalten können wie die Förderung vermeintlich technischer Innovationen, soll im Vortrag der Gruppe direction f nachgegangen werden. Sie veröffentlichten im September die erste Auflage ihrer Broschüre, „System Change not Climate Change“ in der es, neben einer materialistischen Kritik am Klimawandel, auch um den Umgang der Nationalstaaten mit diesem, sowie der Ineffizienz bisheriger Bemühungen geht.

Die zweite Auflage erscheint voraussichtlich Anfang Dezember, die erste kann noch digital unter direction-f.org gelesen werden.

Offen ab 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr

Wie immer ist für Essen und kühle Getränke gesorgt.

Mi. 11.12.: Der Kulturkampf der „Lebensschutz“-Bewegung

Vortrag und Diskussion mit der Antisexistischen Aktion München

In einer Zeit, in der das gesellschaftliche und politische Koordinatensystem immer weiter nach rechts verschoben wird, werden mühsam erkämpfte, feministische Errungenschaften wieder grundlegend in Frage gestellt.
Auch die selbst ernannte „Lebensschutz“-Bewegung wittert in diesem Klima Morgenluft und will in die Offensive. Radikale Abtreibungsgegner*innen wie pro femina, die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) oder die Christdemokraten für das Leben (CDL) arbeiten mit vielfältigen Methoden und bisweilen bestens vernetzt an ihrem Ziel, Schwangerschaftsabbrüche zu verunmöglichen. Gleichzeitig ist ihr Kampf gegen Abtreibung nicht das einzige Themenfeld, mit dem sie hantieren. Sie hetzen gegen LGBTIQ, vergleichen Schwangerschaftsabbrüche mit der Shoa, vertreten rassistische und völkische Positionen und/ oder stellen sich gegen alles, was nicht in ihr christlich-reaktionäres Weltbild passt.
Der Vortrag gibt Euch einen Überblick über die derzeitige Situation ungewollt Schwangerer in Deutschland, beleuchtet den von „Lebensrechtler*innen“ geführten Kulturkampf und die dahinterstehenden antifeministischen Ideologien und widmet sich anschließend einigen in Bayern aktiven Gruppierungen sowie ihren Netzwerken.

Offen ab 20 Uhr

Mi. 6.12. Vinili Colorati

El Presidente legt nur mit farbigen Schallplatten auf. Dazu gibts Pasta. Ein Fest!