Beiträge von freitagskafe

Do. 21.06. Geschlecht im Kapitalismus

Diese Gesellschaft kennt lediglich zwei Geschlechter und nahezu alle Dinge sind irgendwie geschlechtlich sortiert: Angefangen vom Babyspielzeug über die Berufswahl bis zur Frage, wer wo welche Haare tragen und wer beim Küssen den ersten Schritt machen darf. Die Zuordnung zu entweder Mann oder Frau wird gesellschaftlich eingefordert und Abweichungen in unterschiedlicher Gewaltförmigkeit bestraft.
In der Veranstaltung soll es darum gehen, warum mensch offiziell und in den meisten Köpfen nur „Mann“ oder „Frau“ sein darf, wie sich die Ansprüche an diese beiden Geschlechter und die Konsequenzen dieses realen „Gender-Wahns“ erklären lassen und warum das nicht zu unserer Vorstellung vom guten Leben für alle passt. Dabei richtet sich der Fokus auf die Frage, welche Rolle die polit- ökonomische Verfasstheit der Gesellschaft, also der bürgerliche Kapitalismus, bei alledem spielt.

riff – „risse im falschen film“ ist eine politische Gruppe aus Bremen, die sich vor allem mit Sexismus, Feminismus und Ökonomie auseinandersetzt. Aus ihrer theoretischen Beschäftigung entstehen Texte, Workshops und andere Veranstaltungen, bisher unter anderem zu Gender im Kapitalismus,Reproduktionsarbeit, Asylpolitik und Kapitalismuskritik

Vortrag ab 21:00 Uhr, offen mit leckerem Essen ab 20:00 Uhr

Sa. 16.06. Freiraum-Konvoi

Am Samstag gibt’s wieder einen Freiraum-Konvoi. Dabei geht es musikalisch untermalt, zu Fuß und auf den verschiedensten fahrbaren Untersätzen durch München. Es geht dabei um Räume jenseits der aufgeräumten, exklusiven Münchner Monokultur. Also: Wohnraum für alle, Räume für Hausprojekte, Bandräume, Werkstätten, Bolzplätze… Für soziale Treffpunkte für Austausch und Selbstverwaltung statt Konkurrenz und Vereinzelung. Wird sicher wieder super. Sogar mit Live-Bands. Zb: Macho Boys (Feminist Punk, Portland)
Infos findet ihr hier: konvoi.blogsport.de

Start ist am 16.06.2018 um 14 Uhr an der Grünwalderstraße, Ecke Candidstraße

Fr. 15.06. Soliparty gegen Repression

Am Freitag heißt es Feiern gegen Repression. Mit Global Beatz von Pakobeatz (Beatz4freakz)

Es gibt Getränkespecials und jeweils zweimal eine Stunde Jukeboxtime (Liederwünsche gegen Soli-Spende).

Do. 14.06. Biergarten und Workshop zu PAG und autoritärer Formierung

Ein Prosit der Revolution! Das C-Kafe im Juni steht ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem so unsympathischen Landstrich, in dem wir mehr oder weniger freiwillig leben. Gegen Bayern und begleitende Scheußlichkeiten, wie CSU, AfD und autoritäre Formierung, werden wir uns zunächst dem bayerischen Sehnsuchtsort Biergarten hingeben. Bereits ab 18 Uhr wird das Kafe aufgesperrt werden. Im Hof werden hopfenhaltige und nicht alkoholische, aber stets gekühlte Erfrischungsgetränke ausgeschenkt und dazu vegane Kulinarik (lasst euch überraschen, was darunter zu verstehen ist ;) ) gereicht. Auf Kieselsteine muss verzichtet werden, dafür gibt es Biergarten-Garnituren. Ab 21 Uhr wird es dann einen Workshop zum jüngst in Kraft getretenen Polizeiaufgabengesetz geben. Es soll diskutiert werden, wie das Gesetz in den Kontext einer autoritären Formierung eingeordnet werden kann und was das PAG mit dem gegenwärtigen Rechtsruck zu tun hat. Im Anschluss wollen wir gemeinsam erörtern, welche Möglichkeiten des Widerstandes gegen das PAG und die autoritäre Formierung bestehen.

Do. 07.06. Antifa-Café

Werwolf Oberbayern, NSU & Co. Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern
(Robert Andreasch)

Nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im November 2011 zeigten sich viele überrascht: Neonazis, die abgetaucht sind, Serienmorde, Nagelbombenanschläge und Raubüberfälle begehen? Robert Andreasch erzählt die Geschichte rechtsterroristischer Gruppierungen vor und nach dem NSU in Bayern und erinnert an deren (weitgehend vergessene) Attentate. Welche Konzepte des bewaffneten Kampfes wurden und werden in den hiesigen rechten Szenen diskutiert und umgesetzt? Welche politischen Kampagnen von rechts wurden und werden durch Anschläge begleitet und warum? Welche Konsequenzen sollten Antifaschist_innen ziehen?

Außerdem: Musik, kühle Getränke und Antifa-News. In der Küche zaubert das Kulinariat.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

Fr. 01.06. Kein Freitagskafe

Am Freitag bleibt zu! Es ist einiges an Alternativprogramm geboten. Guckt doch zum Beispiel im Kafe Kult vorbei.

Friday: No Freitagskafe today. Check Kafe Kult for an alternative.

Mi. 30.05. Österreich (Üb)erleben

Antirassistische und migrantische Kämpfe gegen türkisblaue Zustände

Seit Dezember 2017 hat Österreich mit türkis-blau eine Regierung, deren Mitglieder zu einem großen Teil in deutschnationalen Burschenschaften, Naziorganisationen und anderen erzreaktionären Gruppierungen politisch sozialisiert sind. Für diese Regierung ist rassistische Politik gegen Geflüchtete ebenso Programm wie neoliberale Umverteilung von unten nach oben und autoritärer Staatsumbau.

Widerstand dagegen findet statt – durch Antifa-Gruppen, aber auch in Form von Arbeitskämpfen im Bildungs- uns Sozialbereich, feministischer Organisierung und praktischen Initiativen gegen Abschiebungen. Aktivistist*innen mit eigener Migrations- und Fluchtgeschichte sind als Protagonist*innen in vielen Kämpfen präsent.

20:30 Uhr (pünktlich)

Fr. 25.05. Svffer + Lügen + Wayste


Svffer (Hardcore, Münster)
Endlich, endlich, endlich! Hardcore-, Grind-, Emoviolence-Extravaganza aus Münster und Berlin. Haut alles kaputt.


Lügen (Punk, Dortmund)
Extrem markanter, eigenständiger und sympathischer DIY-Punkrock mit tollen Texten.


Wayste (Hardcore, Leipzig)
Düsterer Hardcore trifft Aggression trifft Melodie trifft bluesähnliche Riffs… Alternative Hardcore aus Leipzig.

Außerdem: Essen und Spaß. Offen ab 20 Uhr

Mi. 23.05. Tied To A Bear + Of Mountains And Seas

Tied To A Bear (Punkrock, Boston)
Bestehend aus Musikern verschiedener Punkbands wie Landmines oder Choke Up und dem Singer, Songwriter Jeff Rowe, gründeten sich Tied To A Bear bereits 2011 und machten sich schnell einen Namen im Punkuntergrund ihrer Heimatstadt Boston. Nach Support-Touren mit Bands wie Off With Their Heads, Teenage Bottlerocket und Joe McMahon folgt nun das zweite Album der Band, das mit melodischen Punksongs à la Pennywise und The Penske File überzeugt.

Of Mountains And Seas (Punk, München)
Nach Jahren brotloser Dengelei in diversen Bands und der näher rückenden Bedrohung durch Karriere, Trauschein und Kiesauffahrt, wollen sie es noch einmal wissen. Motiviert durch ihre Helden wie Hot Water Music, Leatherface, Samiam, Social Distortion und andere betagte Rauhbeine, raffen sie sich auf und kämpfen fortan den aussichtlosen Kampf gegen ihren größten Feind!

Offen ab 20 Uhr

Sa. 19.05. Vortrag & Party

Junge, was ist Rape Culture?
(Jana Klein)

Der Fall Tuğçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht – was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen. Die vielfältigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht bloß Männer auf die Konfrontation mit der Kultur sexueller Dominanz reagieren, sind nicht nur eine alltägliche Herausforderung für antisexistische Bemühungen, sondern stellen mit der hinter ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, anhand derer die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie mit anderen Feldern des Ideologischen nachempfunden werden kann. Als Ideologien stellen sie banalerweise sicher, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben wie sie sind – die ihnen anhängenden kulturellen Formationen jedoch sorgen täglich dafür, dass das Leben für viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der Hölle auf Erden bedroht bleibt. Geschlecht, Rassismus oder Antisemitismus sind daher immer auch sexuell.

Im Vortrag soll anhand einiger jüngerer Beispiele dieser Zusammenhang näher beleuchtet und gezeigt werden, dass das Schlagwort „Rape Culture“ zu mehr taugt als zur Klage darüber, dass in Fällen sexueller Gewalt meist den Betroffenen die (Mit)Schuld gegeben wird. Wenn die Deutschen nach Köln ihre eigenen sexuellen Unzustände (noch mehr) auf maghrebinische Männer projizieren und die Gefahr der Konsequenzen für weiße Nahfeldtäter damit faktisch verringern, ist das nur ein Beispiel dafür, wie die intersektionale Intervention in den White Feminism sehr wohl gesellschaftliche Strukturen aufzudecken imstande ist, die sich ihrem Wesen nach tendenziell der Erkenntnis entziehen. Ohne dann bei Oberflächlichkeiten wie „Diskriminierung“ oder „Macht“ stehen bleiben zu müssen, kann verstanden werden, dass die Hartnäckigkeit des Sexismus auf einen gesellschaftlichen Ist-Zustand verweist, der ohne Geschlechterhierarchie in seiner Gänze undenkbar würde.

Offen ab 20 Uhr, Beginn 21 Uhr.
Für Essen und kühle Getränke wird gesorgt.

Nach dem Vortrag findet noch eine Party mit Aufgelege statt!