Beiträge von freitagskafe

Do. 21.03. Zur Kritik am Geschlechterverhältnis innerhalb der radikalen Linken

Vortrag und Diskussion dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig

Warum soll die wertvolle Zeit des politischen Engagements mit Debatten über das Geschlechterverhältnis in der Antifa „verschwendet“ werden? Ist die Sache nicht wichtiger als sich damit aufzuhalten? Was hat das Geschlechterverhältnis überhaupt mit antifaschistischer Politik zu tun? Leider stehen solche Fragen immer wieder und erst dann im Raum, wenn Quotierungen in der Besetzung von Podien oder bei der ersten Reihe einer Demo eingefordert werden. Wir wollen mit euch diskutieren, warum das so ist und welche Strategien dagegen gerichtet werden können. Die Geschichte und die Erfahrungen von selbstorganisierten Frauen* können dabei als Denkanstoß dienen.

Offen ab 20 Uhr

Für Essen und kühle Getränke ist gesorgt.

Fr. 15.03. This Machine… Fest

Ein Vortrag – Beginn pünktlich! 20:00 Uhr
Vier mal Gitarrenmusik – Beginn ab 21:30

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Vortrag:

Robert Andreasch – Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern

Nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im November 2011 zeigten sich viele überrascht: Neonazis, die abgetaucht sind, Serienmorde, Nagelbombenanschläge und Raubüberfälle begehen? Robert Andreasch (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München) erzählt die Geschichte rechtsterroristischer Gruppierungen vor und nach dem NSU in Bayern und erinnert an deren (oft weitgehend vergessene) Attentate.
Welche Konzepte des bewaffneten Kampfes wurden und werden in den hiesigen rechten Szenen diskutiert und umgesetzt? Welche politischen Kampagnen von rechts wurden und werden durch Anschläge begleitet und warum? Welche Konsequenzen sollten Antifaschist_innen ziehen?

Der Vortrag kostet keinen Eintritt

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Konzert:

Quentin Sauvé (Laval, FR)
… ist mit seinem Solo Projekt als Singer/Songwriter alleine mit seiner Gitarre unterwegs. Wer Quentin als Bassist von Birds in Row kennt, mag überrascht sein von den feinsinnigen, zarten Stücken und dieser leisen Zerbrechlichkeit in der Stimme. Umso mehr geht die Musik unter die Haut, wenn man es nur kurz zulässt.

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Flo Chmod (Strasbourg, FR)
… spielt traurige Folksongs, über Politik und das Enttäuscht-sein vom Leben: „I wanted to be able to play it as if we were talking, everywhere“. Wenn man seiner Musik lauscht, dann wären das wohl diese Art von Gesprächen, bei denen beide irgendwann stumm mit schweren Augen auf den Boden ihres Glases starren und trotzdem froh sind, noch nicht allein nach Hause gehen zu müssen.

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Vraket (Falun, SWE)
… ist das Soloprojekt von The Sesitives-Martin. Als Solo-Künstler begeistert er durch sein offenes Auftreten und die mitreißenden Lyrics die um Stereotype, Reglementierung und Zusammenbrüche kreisen.

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The Black Elephant Band (Nürnberg)
… kleine lakonische Antifolk-Perlen aus Nürnberg

In Kooperation mit dem Kafe Kult.

Raum 2
: Wir saufen uns ein Denkmal - Solidrinks für die Kurt-Landauer-Stiftung

Mi. 13.3. Internationalismus und neue Klassenpolitik

„Neue Klassenpolitik“ entwickelte sich 2018 zum Schlagwort einer Debatte, die von der Linkspartei, über die außerparlamentarische Bewegungslinke bis zu organisierten Mieter*innen oder Arbeitskampfgruppen geführt wird – es geht dabei um Grundsätzliches. Analyse und Kritik hat über 30 Beiträge zum Thema versammelt – darunter auch der Beitrag „Innerhalb oder jenseits des Nationalstaats“. Nicht nur wegen des Sommers der Migration und des Aufstiegs der Rechten ist der bürgerliche Nationalstaat und die Frage, welches Verhältnis Linke zu ihm haben, zurück auf der Agenda. Zur Diskussion steht auch, „inwiefern der Klassenkampf eine nationalstaatliche Räumlichkeit hat oder haben muss“ oder anders gefragt: Welche Strategien fehlen der Linken, den „Nationalstaat zu überwinden“ und den Klassenkampf internationalistisch zu organisieren? Nelli Tügel analysiert: Keine Seite der Linken ist derzeit in der Lage, konkret zu beantworten, wie (international) Verbesserungen für die Arbeiter*innenklasse erreicht werden können.

Mit Nelli Tügel, Redakteurin bei der Tageszeitung neues deutschland und Autorin des Beitrags „Innerhalb oder jenseits des Nationalstaats. Der räumliche Rahmen von Klassenkämpfen und die Debatte um Migration“
und Hannah Eberle, Geschäftsführerin bei Monatszeitschrift analyse und kritik und Autorin des Beitrags „Was Erwerbslose und Prekäre eint“

Eine Kooperationsveranstaltung von:

Mittwochskafe im Kafe Marat
ak – analyse & kritik
Zeitung für linke Debatte und Praxis
Münchner Solidaritätsbündnis für Kurdistan
Rosa Luxemburg Stiftung Bayern
Kurt Eisner Verein

Vortrag: 21 Uhr

Fr. 08.03. Erika + Koscha

Erika (Indie, Hamburg)
Beschwingter Hamburgerschulepunk von der Auswechselbank.

Koscha (Punk, München)
Kollateralschaden! Die Münchner Punk-Pfiffikusse nach längerer Auszeit mal wieder bei uns auf der Bühne.

Offen ab 20 Uhr

Mi. 06.03. Gegen den Rechtsruck in Staat und Gesellschaft – Infoveranstaltung

Zum mittlerweile vierten Mal hat die Anwältin Seda Başay-Yıldız, Nebenklägerin im NSU-Prozess für die Angehörigen von Enver Şimşek, rassistische Drohbriefe erhalten, in denen interne Informationen der Frankfurter Polizei genutzt werden. In Berlin versandten Polizist*innen Drohbriefe an linke Initiativen. In einem Veteranennetzwerk aus Elitesoldaten wird eine faschistische Putschsituation vorbereitet und die Liquidierung von Linken an einem „Tag X“ geplant.

NSU 2.0, Hannibal, Franco A. etc – rechte Zellen innerhalb der exekutiven Staatsapparate sind keine Einzelfälle. Weil die Aufklärung nicht Jenen überlassen werden darf, die unsere Freund*innen bedrohen, findet am 23. März in Frankfurt am Main eine Demonstration in Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Gewalt und gegen die autoritäre Formierung von Staat und Gesellschaft statt!

Am Mittwoch soll es auf einer Infoveranstaltung zur Demo um antifaschistische Solidarität in Zeiten von rechtem Vormarsch, Repression gegen soziale Bewegungen und neuen Polizeigesetzen gehen.

Der Vortrag beginnt um 21 Uhr.

Do. 07.03. Antifa-Café

„Wir sind alle Fremdarbeiter!“
Simon Goeke

Migration und Soziale Bewegungen prägten die Gesellschaft der Bundesrepublik in den 1960er und 1970er Jahre wie kaum ein anderes Phänomen. Dennoch werden diese beiden Konstanten des sozialen Wandels meist getrennt betrachtet. Wie haben sich Gewerkschaften und die sogenannten Achtundsechziger mit der Zuwanderung von Millionen von Arbeiter*innen auseinandergesetzt? Und wie haben die Migrant*innen Einfluss auf die sozialen Bewegungen der Bundesrepublik genommen? Der multimediale Vortrag geht auf verschiedene wilde Streiks sowie betriebliche und außerbetriebliche Protestformen ein und verdeutlicht wie entscheidend Migration und der gesellschaftliche Wandel der 1970er Jahre zusammenhängen.

Beginn 20 Uhr / Vortrag 21 Uhr

Fr. 1.3. Film: «Netzwerk» (Russland, 2019)

Ende Januar 2017 nahmen Offiziere des Inlandsgeheimdienstes FSB in St. Petersburg mehrere Personen fest. Ihnen wird die Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Beim Haftprüfungstermin gaben die FSB-Offiziere an, dass die festgenommenen Aktivisten einer gewissen Organisation „Сеть“ (Netzwerk) angehörten, über die bislang nichts bekannt war.
Aus den Ermittlungsakten geht hervor, dass sich das „Netzwerk“ aus Zellen in Moskau, Pensa und St. Petersburg zusammensetzt. Festnahmen von Aktivisten im Herbst 2017 in Pensa, über die zuvor wenig bekannt war, stehen ebenfalls mit diesem Fall in Verbindung. Außerdem soll es Zellen in Belarus geben. Nach Angaben des FSB sollen die Mitglieder des „Netzwerks“ Anschläge während der Präsidentschaftswahlen und während der Fußball-WM, sowie Massenunruhen und einen bewaffneten Aufstand geplant haben, mit dem Ziel, einen Umsturz herbeizuführen.
Die Angeklagten berichteten über psychologischen Druck, Drohungen, Folter durch Stromschläge und Aufhängen mit dem Kopf nach unten. Sie berichteten außerdem, dass die bei ihnen sichergestellten Waffen fingierte Beweismittel des FSB seien.
Der Film erzählt die Geschichte der Strafverfolgung aus der Perspektive von an der Solidaritätskampagne Beteiligten.
Sprache des Filmes: Russisch
Untertitel: Deutsch
Nach der Vorführung gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Bei der Veranstaltung werden Aktivist_innen aus Russland anwesend sein, die Fragen zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Strafermittlungen beantworten können und die Zuhörer_innen in den aktuellen politischen Kontext einführen.
Die Diskussion findet in englischer Sprache statt, bei Bedarf können Fragen und Antworten auch auf Deutsch übersetzt werden.
Im Rahmen der Veranstaltung können Briefe und Postkarten an die Inhaftierten geschrieben werden.
Die Einnahmen aus dem Verkauf von T-Shirts u.a. Gegenständen mit Solidarität-Symbolik gehen an die von den Strafermittlungen gegen das sogenannte „Netzwerk“ Betroffenen und deren Familien.

So könnt ihr Unterstützung leisten:
rupression.com/de

Offen ab 20 Uhr

Do. 28.02. AntiraKafe Infoabend und Loeschen Konzert (HC Punk)

Bock auf ein AntiraKafe im Marat?

Dann kommt am 28.02. vorbei.

Bis lang ist alles offen, fix lediglich der 5. Donnerstag im Monat. Wir freuen uns darauf, mit euch zusammen Ideen und Vorschläge zu sammeln und uns zu connecten. Für ein cooles AntiraKafe.

Mit dabei an diesem Abend, loeschen züripunk aus der Schweiz. Zuletzt noch auf der OLGA in der Bosche nun im Marat schnell und laut. Kennt ihr nicht, dann lernt sie kennen als Anfang vom AntiraKafe im Marat.

Loeschen (HC-Punk | Zureich)
HC-Punk aus der Schweiz.

Fr. 15.02. Tanzpalast Eden + Stressbenzin

Tanzpalast Eden (Punk, Köln)
Wenn du 90er DIY-Punk magst, dann magst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch Tanzpalast Eden. Die KölnerInnen kommen am 15. Februar nach München. Lauter bekannte Gesichter aus guten Bands.

Stressbenzin (Punk, München)
Den Abend eröffnen Stressbenzin, die orientieren sich musikalisch eher an den 80ern. Neue Anarchopunk-Combo aus München. Hört mal ins Demo rein.

Offen ab 20 Uhr

Do. 07.02. Antifa-Café

Frauen auf den Barrikaden
Petra Gerschner und Michael Backmund über Frauen in der Münchner Revolution und Räterepublik

Im April des Jahres 1919 marschierten die Truppen der Konterrevolution, rechte Freikorps und Reichswehrsoldaten auf München um die Räterepublik niederzuschlagen. Revolutionärinnen stellten sich den „weißen Garden“ in Dachau, wo die Freikorpsverbände zunächst zurückgeschlagen werden konnten, und auch in den Straßen Münchens entgegen. Wie schon bei den großen Streiks der Vorjahre, beteiligten sich Frauen aus den Münchner Arbeiter*innenvierteln massiv an Revolution und Räterepublik 1918 und 1919. Frauen wirkten im Revolutionstribunal und stritten im Rätekongress auch gegen die – in patriarchalen Mustern verhangenen – männlichen Revolutionäre.
Welche Rolle Frauen spielten, als die Rote Fahne an den Türmen der Frauenkirche wehte, werden uns Petra Gerschner und Michael Backmund erzählen. Sie hatten Ende der 80er Jahre die Gelegenheit mit Protagonistinnen der Münchner Räterevolution zu sprechen. Wir werden dabei auch Videomaterial aus den Interviews zu sehen kriegen. An diesem Abend werfen wir einen historischen Rückblick auf feministische Kämpfe in München und stimmen uns damit auf den kommenden Frauenstreik und Frauenkampftag am 8. März ein.

Beginn: 20 Uhr | Vortrag: 21 Uhr