Beiträge von freitagskafe

Fr. 23.02. Antimanifest + Missstand

Antimanifest (Punk, Graz)
Sympathischer DIY-Punk zwischen Aufbruchstimmung, Wut und Kneipenphilosophie. Schon die Referenz im Bandnamen deutet an, wohin die Reise geht. Reizender Punkrock mit schlauen Texten gegen Sexismus und ein Leben im Blister. Haben eine neue Platte auf Twisted-Chords raus.

Missstand
(Punk, Klagenfurt)
Wo Haiders Geist entlang der alten Loiblpass-Straße spukt und der Pago-Fruchtsaft in diese kleinen grünen Fläschchen gefüllt wird, da kommen Missstand her. Wahrscheinlich sind sie deshalb auch so ungehalten. Lust auf schnellen, angepissten Punk mit Texten gegen die Nation und ihre Anhängerschaft? Gut.

Offen ab 20 Uhr.

Mi. 7.2.: Workshop zu Rassismus und NSU-Komplex

Um 18 Uhr beginnt ein Workshop zu den rassistischen Hintergründen des NSU-Komplexes:

„Gemeinsam wollen wir das gesellschaftliche Klima, in welchem der NSU entstand betrachten, sowie uns über den instituionellen Rassismus der Ermittlungsbehörden infomieren. Außerdem wollen wir gesellschaftliche und staatliche Kontinuitäten nach der Selbstenttarnung des NSU-Kerntrios thematisieren und warum nachwievor organisiertes antifaschistisches Engagement nötiger den je ist.

Der interaktive Workshop richtet sich dabei insbesondere an Menschen, welche bisher noch nicht allzu vertieft mit antifaschistischer Praxis in Berührung gekommen sind und oder sich einfach über antifaschistische Perspektiven zum NSU-Komplex infomieren wollen. Packt also eure Freund_innen ein und schaut vorbei!“

Die Veranstaltung ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe des Offenen Antifatreffens München zum NSU-Komplex.

Do. 01.02.: Antifa-Café

“Wir wollen Gott”
Zur (extremen) Rechten in Polen

Im Zuge des nationalistischen Backlash in Europa erweist sich die Polnische Rechte als besonders erfolgreich. Wie gering die Berührungsängste zwischen extrem rechten Akteuren, Politik und Zivilgesellschaft sind, zeigt sich etwa Ende 2017, als 60.000 Menschen zum „99. Nationalfeiertag der Unabhängigkeit“ in Warschau auf die Straße gehen. Ganz selbstverständlich kommen da Menschen zusammen, die sich andernorts wohl um mehr Abstand bemühen würden. Die Banner-Schriftzüge „Weißes Europa brüderlicher Nationen“ leuchten rot im Licht der Bengalischen Feuer neonazistischer Gruppen, die neben jungen Familien aus dem Hipster-Viertel und dem alten Dorf-Pfaffen laufen. Ein weiß-rotes Flaggenmeer, treibt Regierungsmitglied Blaszcak vor laufender Kamera die Freudentränen in die Augen. Eröffnet wird der Marsch mit einer katholischen Open-Air Messe – das einende Motto ist: „My chcemy Boga!“ (“Wir wollen Gott!”) – die Übersetzung der extremen Rechten für: „Unser Land gehört den (weißen) Katholiken“. Der größte nationalistische Marsch Europas steht exemplarisch für die Verfasstheit und Struktur der polnischen Rechten, die sich deutlich von der hiesigen unterscheidet. Um diese Zusammenhänge und Verhältnisse aufzuklären, kommt Kapturak am 1. Februar aus Warschau zu uns nach München ins Antifa-Café. Der Social Media Aktivist @kapturak berichtet täglich zur polnischen und tschechischen Rechten.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

Mi. 24.01. „Industrie 4.0“ oder die neue digitale Herrschaft im Betrieb.

Vortrag und Diskusssion:

Wir erleben derzeit eine neue Welle der Digitalisierung der Arbeitswelt, die unter dem Label „Industrie 4.0“ heiß diskutiert wird. Dabei hören wir meist von einer „Flexibilisierung der Produktion“, von „entscheidenden Standortvorteilen für Deutschland“, von „individualisierter Massenproduktion“ – Aber was bedeutet die Digitalisierung eigentlich für die Beschäftigten? Die beiden Referenten entwickeln eine proletarische Perspektive auf die Entwicklung, die vor allem der Frage nachgeht, wie sich die digitale Technologie auf das Herrschaftsverhältnis von Management und ArbeiterInnen in der Industrie auswirkt. Anhand zahlreicher Beispiele aus der betrieblichen Realität, aber auch aus der Geschichte der sozialistischen Kybernetik, diskutieren sie neue Kontroll- und Überwachungstechniken, aber auch Potentiale des Widerstands und der Demokratisierung.

Mathias Martin Becker ist Wissenschaftsjournalist und hat selbst jahrelange Erfahrung als Pflege- und Industriearbeiter. Er ist Autor des Buches „Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?“.

Simon Schaupp ist Soziologe und Autor des Buches „Digitale Selbstüberwachung. Self-Tracking im kybernetischen Kapitalismus“, sowie Mitherausgeber des Buches „Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen. Emanzipatorische Perspektiven im technologischen Wandel“.

Veranstalterin ist die FAU München

Offen um 20 Uhr

Fr. 19.1. G20 – Ein Gipfel der Repression.

Am Freitag stellt sich die Antirepressions-Kampagne „United we Stand!“ vor:

„G20 ist vorbei, aber es gibt für uns keinen Anlass zur Tagesordnung überzugehen! Gut ein halbes Jahr ist es her, dass in Hamburg viele Aktivist*innen zu Gast waren um auf vielfältige Weise zu zeigen, was sie von den G20 und der Welt, die sie verkörpern, halten. Die Proteste wurden von Seiten der Polizei mit brutaler Gewalt beantwortet. Neben ungezählten Verletzten, gab es auch Festgenommene – nach dem Gipfel blieben rund 30 für eine längere Zeit in U-Haft. Aktuell laufen die letzten Verfahren gegen jene, die während der Gipfeltage inhaftiert wurden. Die Repressionsbehörden haben bereits zwei größer angelegte Hausdurchsuchungen durchgeführt und durch die so genannte Öffentlichkeitsfahndung eine bisher unbekannte Hetzjagd auf 107 weitere Betroffenen losgetreten. Wir haben eine umfangreiche Präsentation für euch im Gepäck, die sowohl die Repression vor und rund um die Gipfeltage beleuchtet, als auch auf bisher geführten Verfahren und die aktuelle Situation eingeht. United we Stand! Solidarity is our power!“

Offen ab 20 Uhr

Sa. 13.01.: Stench Of Profit Fest 3

Am 13. Januar gibt es die dritte Ausgabe des Stench Of Profit Fest. Das Ganze ist Soli für Betroffene von Repression und Polizeiwillkür.

10 Bands – 15 Minuten pro Band, diesmal mit Dekonstrukt, Vorgär, Strick, All My Hate For, Katafalk, Lecsa Punk, Pirates Of Suburbia, Digital Box, Per Capita und Caos Cartel. Crust, Hardcore, Punk… Für alle Freund*innen des gepflegten Kraches sollte da was dabei sein.

Die Running Order wird immer kurz vor dem Gig ausgelost und bekanntgeben. Los geht’s um 20 Uhr!

Mi. 17.01. Contra la “ley mordaza” – Informationsabend über spanische Schweigegesetze

Am 17.1. lädt die Gruppe Marea Granate Munich ab 20:30 Uhr zu einem Informationsabend über die Knebelgesetze in Spanien bei uns im Laden ein. Zudem wird der Dokumentarfilm „Geknebelt“ von Franco Lorenzano (Spanisch mit deutschen Untertiteln) gezeigt.

München gegen die Knebelgesetze

Am 1. Juli 2015 traten in Spanien die Knebelgesetze in Kraft, durch die demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Versammlungsfreiheit eingeschränkt wurden, und die Polizei mehr Macht erhielt.

Wir wollen an diesem zweiten Jahrestag nicht schweigen und treten in Aktion um die Verletzung unserer Rechte und unserer Freiheit durch diese Gesetze anzuprangern. Wir verurteilen ihre Anwendung und Konsequenzen.

Aber was genau sind die Knebelgesetze? Wir laden euch zu einem Informationsabend ein, an dem wir den Dokumentarfilm „Geknebelt“ von Franco Lorenzano (Spanisch mit deutschen Untertiteln) zeigen und euch zuvor in den gesellschaftspolitischen Kontext einführen werden, in dem die Knebelgesetze entstanden.

Wir freuen uns auf euch!

El 1 de julio de 2015 entraron en vigor las Leyes Mordaza en el Estado español y desde entonces se han visto vulnerados derechos democráticos básicos como la libertad de expresión, el derecho a informar o el de reunión pacífica, resultando en un mayor poder para la policía.

No queríamos quedarnos calladas, así que pasamos a la acción para denunciar las violaciones de nuestros derechos y libertades a manos de estas leyes.

Pero, ¿qué son las Leyes Mordaza? Te invitamos a participar en estas jornadas en donde denunciaremos su aplicación y consecuencias a través de la proyección del documental „Bajo las mordazas“ (producido por Franco Lorenzana), subtitulado en alemán, con un coloquio previo de introducción a dichas leyes y a la situación sociopolítica en las que surgieron.

¡Os esperamos!
Marea Granate Múnich

Fr. 05.01. Karaoke

Am Freitag lädt El Presidente wieder zum Karaoke.

Mi. 3.1. Film in Gedenken an Oury Jalloh

In Gedenken an Oury Jalloh, der am 07. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle eines Dessauers Polizeireviers verbrannte, zeigen wir einen Film über Oury Jalloh pünktlich um 21:00 Uhr. Gleichzeitig zur Demo in Dessau wird es am Sonntag den 07. Januar 14:oo Uhr einen antirassistischen Stadtrundgang beginnend am Sendlinger Tor geben.

Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle der Polizei Dessau bei lebendigem Leibe verbrannt. Bei einem ersten Prozess im Jahre 2007 wurden die beiden angeklagten Polizeibeamten freigesprochen. Auch im nachfolgenden Revisionsverfahren wurde weiterhin darauf beharrt, Oury Jalloh hätte sich, im gefesselten Zustand auf einer feuerfesten Matratze liegend, selbst angezündet. Unabhängige, von der Initiative Oury Jalloh in Auftrag gegebene Gutachten haben dies längst als Lüge entlarvt: Woher kam das Feuerzeug? Woher kamen seine vielen Verletzungen? Warum wurde der Rauchmelder ausgeschaltet und die Gegensprechanlage leiser gedreht? Oury Jalloh wurde Opfer eines rassistisch motivierten Mordes!

Fr. 29.12. Antifa Soli Auktion

Am 29. Dezember steigt endlich die jährliche Benefizversteigerung zugunsten antifaschistischer Politik in München.

Auch dieses Jahr kommen wieder Kunst und Kitsch, Kuriositäten und Kostbarkeiten unter den Hammer. Und ihr könnt mitmachen: Bringt missglückte Weihnachtsgeschenke, mit Liebe Selbstgebasteltes, vergessene und verstaubte Kleinode und wir verwandeln das Ganze in Solikohle.

Wie gewohnt wird der Abend mit kulinarischen und musikalischen Delikatessen abgerundet.

Offen ab 20 Uhr.