Beiträge von freitagskafe

Mi. 12.12. alles allen – Filmische Interviews mit 8 Aktivist*innen der Münchner Räterevolution

Filmische Interviews mit 8 Aktivist*innen der Münchner Räterevolution (1988/2018) vorgestellt von Petra Gerschner und Michael Backmund

Sie wuchsen im Krieg unter katastrophalen Lebensbedingungen auf und litten unter Armut, Hunger und Not. Als Kinder, Jugendliche und junge Aktivist*innen politisch aktiver Familien der Münchner Arbeiter*innen-Stadtviertel erlebten sie die Räterevolution am 7. November 1918 und den Aufbruch der Rätezeit bis Mai 1919. Davon berichten Centa Herker-Beimler, Benno Scharmanski, Mathilde und Hugo Jakusch, Emil Meier, Peter Lichtinger, Wilhelmine Dittenheber und Sofie Radischnigg. Nach der blutigen Niederschlagung der Münchner Räterepublik durch Freicorps und die von der SPD aus Berlin geschickten Reichswehreinheiten organisierten sie sich in der kommunistischen und anarchistischen Jugendbewegung und leisteten Widerstand gegen die entstehende NS-Bewegung und später gegen Krieg und Faschismus.

Hugo Jakusch, Emil Meier und Kasimir Dittenheber gehörten zur ersten Dachauer Häftlingsgruppe: Sie wurden am 22. März 1933 ins KZ Dachau verschleppt. Alle Zeitzeug*innen leisteten Widerstand gegen den NS und überlebten Repression, Verfolgung, Folter sowie Haft in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Auch nach 1945 blieben sie bis zu ihrem Tod politisch denkende und handelnde Menschen.

Die Interviews mit den ZeitzeugInnen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden, um die Berichte und Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeugen zu bewahren und weiterzugeben.

Fr. 07.12. Björn Peng + Kid Knorke

Björn Peng (Dark Rave, Freiburg)
„Björn Peng ist sowas wie der letzte Überlebende oder der erste Auferstandene. Ein dunkler Geist, der den Electro-Pop wogen lässt, der die Ästhetik von EBM und Cold Wave genauso liebt wie Atari-Sounds und DAF, der seinen tanzbaren Darkrave-Sound mit Punkrockattitüde und auch mal einem eingesampleten distorted Gitarrenbrett nicht abgeneigt ist“

Kid Knorke (8-bit Punk, Hamburg)
Elektropunk vs 8bit – Super Mario mit Laserkanone – Zombienerd mit Highscore Fetisch.

Offen ab 20 Uhr

Do. 06.12. Antifa-Café

Haltung des prinzipiellen Verdachts: Antiziganismus und Polizei
mit Markus End

„Salvini will Roma zählen lassen“: Deutsche Medien haben die Pläne des italienischen Innenministers zurecht scharf kritisiert. Doch wie sieht es eigentlich in Deutschland aus?

Von der Einrichtung des sogenannten ‚Zigeunernachrichtendienstes‘ 1899 in München lassen sich personelle, institutionelle und materielle Verbindungslinien bis in die Bundesrepbublik ziehen. Im Nationalsozialismus waren Münchner Polizisten maßgeblich an der Organisation des Völkermordes beteiligt. Der Schwerpunkt des Vortrags wird nach einer kurzen historischen und theoretischen Einbettung darauf liegen, die heutige Situation darzustellen. Dazu werden vielfältige Beispiele gegenwärtiger antiziganistischer polizeilicher Ermittlungsansätze vorgestellt, analytisch eingeordnet und kritisiert.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

Fr. 30.11. Tonnentaucherinnen Soli Party

Gemüse und einige Milchprodukte aus einem Supermarkt-Müllcontainer zu fischen, ist offenbar ein „besonders schwerer Fall des Diebstahls“.

Karl e.V lädt euch herzlichst zu einer Soli Party für die beiden Angeklagten im Olchinger Containerprozeß ein.

Mehr Infos: http://olchiscontainern1.blogsport.de

caskar (Folk-Crustpunk, München)

turd sandwich (Punk, München)

suddenly the goat (Noiserock, München)

im Anschluss an den Plattentellern
Ramona Hansen

Fr. 23.11. Dregs + Sektion No Fun (Taperelease) + Trümmern

Dregs (Hardcorepunk, Wien)
Wütender feministischer Hardcore Punk aus Wien.

Sektion No Fun (Hardcorepunk, Halle)
Fastcorepunk aus Halle. Feiern Taperelease!

Trümmern (Post-HC, München)
Neue Band aus München, zwischen Posthardcore, düsterem HC und Neocrust.

Offen ab 20 Uhr

Fr. 16.11. Watching Tides + Shun + Spirit Desire + Linhay

Watching Tides (Indie, Berlin)
„Exzellent! Mit ihrer aktuellen EP „These Years Show On My Face“ präsentieren die talentierten Watching Tides aus Berlin modernen Post-Emo-Core: Erfrischende Drums und energetische Riffs, dazu melodisch-verspielte Motive und ein guter Mix aus Pop-punkigem Gesang und leidenschaftlichen Screams. Das Spiel mit den Gegensätzen sorgt für Abwechslung und harmoniert dennoch sehr gut. […]“ – Jeannine Michèle Kock (FUZE Magazine)

Shun (Shoegaze, Münster)
„Shun ist eine Band aus Münster, die eigentlich so klingt, als ob sie aus den Staaten wäre. Die vier Songs pendeln irgendwo zwischen Grunge, Emo, Post-Hardcore und etwas Shoegaze, dabei schleicht sich beim ein oder anderen Riff oder beim Refrain eine Gänsehaut plus Glücksgefühl ein.“ – Steff Beans (Crossed Letters)

Spirit Desire (Grunge, Graz)
„Denn die Jungs haben es raus, saftige Grunge-Riffs mit gefühlsbetontem Emorock zu kombinieren, dabei ist wie bereits angedeutet die 90’s Alternative-Kante stets präsent, an eingängigen Songarrangements mangelt es ebenfalls nicht. Spannungsgeladene Abwechslung ist also genügend vorhanden, zumal auch noch ein gewaltiger Shoegaze-Einfluss zu verorten ist. Zudem strotzt jeder einzelne Song von dieser melancholischen Grundstimmung.“ – Steff Beans (Crossed Letters)

Linhay (Indie, Kiel)
„LINHAY sind vier Freunde aus Kiel, die seit Ende 2016 zusammen Musik machen. Auf ihrem im November 2017 auf Bandcamp erschienenen Demo „You & I“ vermischen Sie die Einflüsse solcher Bands wie American Football, Mineral und Turnover zu ihrem ganz eigenen Emo/Indie/Post-Pop-Punk Sound. Seit Beginn 2018 spielen LINHAY live und versuchen das Revival des klassischen Midwestern-Emo um ihre eigene Facette zu erweitern.“ – Linhay

Offen ab 20 Uhr

Do. 15.11. Antifeminismus und Neue Rechte

Nicht erst seit der Landtagswahl ist klar, dass aktuell eine Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts stattfindet: rassistische und sexistische Positionen werden vermehrt sagbar. Die sogenannte Neue Rechte verknüpft dabei gezielt antifeministische Argumentationen mit völkischen und ethnopluralistischen Konzepten. Während sie einerseits auf einem binären Gegensatz von „Mann und Frau“ besteht, beschwört sie andererseits eine Einheit und Abschottung der „Nationalgemeinschaft“ gegenüber einem zum Feindbild stilisierten Außen.
Der Vortrag möchte diese Argumentationsmuster und entsprechende taktische Ansätze der Neuen Rechten aus feministischer Perspektive besprechen. Nach einer Klärung grundlegender Begrifflichkeiten soll gefragt werden: Wodurch erreicht die Neue Rechte kulturelle Einflussnahme? Wie wird der Antifeminismus als eine Kernideologie der Neuen Rechten in rassistischen Argumentationen nutzbar gemacht? Und kann von einem „Feminismus von rechts“ die Rede sein?

Ein Vortrag der IL Nürnberg.

Offen ab 20 Uhr

Do. 01.11. – So. 04.11.: Antifaschistischer Kongress Bayern

Dieses Jahr wird in München bereits zum fünften mal der bayernweite Antifaschistische Kongress stattfinden. Vom 1. bis zum 4. November 2018 gibt es in DGB-Haus und Kafe Marat reichlich Gelegenheit für Ausstausch und Diskussion über die bestehenden Verhältnisse, antifaschistische Gegenstrategien und eigene Perspektiven. Es soll auch darum gehen, welche positive Erzählung wir als antifaschistische Linke dem rechten Rollback entgegenhalten können. Auf dem Blog gibt es das Programm.

Mi. 31.10. Loser Youth + Knarre + Kapot + Maffai

Loser Youth (Punk, Hamburg)
„IKEA, rücksichtslose BMW-Fahrer, homophobe Ottos, Rassisten und besorgte Bürger – alle kriegen sie ihr fett weg. Das Ganze ist dabei so kurz, knackig, rotzig, patzig, direkt und hysterisch wie eh und je. Zehn Songs. Alle geil. Läuft.“ – Zitronenhund

Kapot (Punk, Hamburg)
„Hamburger Punkband, bei der die Feinheiten im Detail stecken. Ziemlich gekonnt gespielt, gut geliehen, mit ordentlicher Prise lockerem Hardcore zwischen den Zeilen, und endlich mal eine Band, die nicht nach Rachuts Kindern die 215. klingt, sondern eben eigen.“ – Ox-Fanzine

Knarre (Postpunk, Berlin)
„Knarre, und hier dann ne Beschreibung. Aber nicht so lang, nur damit die Leute wissen worums geht, aber nicht vom KAUFEN ABGELENKT werden, ne! Z.B. dass die Platte am 14.10.2018 veröffentlicht wird und mensch nun schon vorbestellen kann. Oder das die Band aus Berlin kommt, aber das interessiert eh keine Sau. Ach, du machst das schon.“ – Amöben mit sozialen Ambitionen

Maffai (Postpunk, Nürnberg)
„Wer sich in den vergangenen zwei, drei Jahren in eine neue deutschsprachige Band verliebt hat, findet in Maffais Sound garantiert Anknüpfungspunkte.“ – Visions

Offen ab 20 Uhr

So. 28.10. Notgemeinschaft Peter Pan + Krawehl

Notgemeinschaft Peter Pan kommen im Rahmen ihrer Album-Release-Tour nach München. Mit im Gepäck haben sie neben der neuen Platte auch Krawehl. Heißt: Antifaschistischer Punkrock aus Hamburg und emotionaler Post-Punk aus Bielefeld.


Notgemeinschaft Peter Pan
(Punk, Hamburg)
„Ungeschliffener Punkrock mit Inhalt.“

Krawehl (Indiepunk, Bielefeld)
„Emotional aufgeladener Postpunk“

Offen ab 20 Uhr