Beiträge von mittwochskafe

Mi. 3.4.: Hausbesetzungen – eine filmische Reihe: Mainzer Straße

Am 29. April 1990 wurden zwölf Häuser in der Mainzer Straße besetzt. Nach der „Wende“ zog es viele Autonome aus der Kreuzberger Häuserszene in den Osten der Stadt. Am Morgen des 14. Novembers 1990 stürmten unter Einsatz von Wasserwerfern, Hubschraubern, Tränengas und Schusswaffen etwa 4.000 Polizisten die Straße. Die Räumung der Mainzer Straße gilt als einer der massivsten Polizeieinsätze Berlins in der Nachkriegszeit.
Das Mittwochskafe startet mit einem Film über die Räumung der Mainzer in eine Reihe filmischer Dokumente über die Geschichte von Hausbesetzungen.

Mi. 27.03. Woog Riots + Steffi und die Rhumbas

Mittwochskafe und get rid! präsentieren:

From Lo-Fi to Disco!

Woog Riots (Indie-Elektropop, Darmstadt)

From Synthie to Wave!

Steffi und die Rhumbas (Elektropop, München)

Mi. 27.2. Infos zu den Aktionen am 8. März

Am Mittwoch, den 27. Februar erwartet euch eine Info- und Mobi-Veranstaltung für den 8. März.

Vor mehr als hundert Jahren haben Revolutionär*innen den Kampftag der arbeitenden Frauen* etabliert. Und Gründe zu kämpfen gibt es auch heute noch genug: die unbezahlte Arbeit im Haushalt, die schlecht bezahlte Arbeit im Job, sexualisierte Gewalt, das Verbot, über Abtreibungen zu informieren… Die Liste ist lang. Am 27.2. wollen wir im Kafe Marat über die aktuellen Zustände und unseren Kampf dagegen informieren, um am 8. März noch motivierter gegen das Patriarchat auf die Straße zu gehen.

Offen ab 20 Uhr, mit dem Vortrag geht’s um 21 Uhr los

Do. 21.02. Offenes Transpimalen

Statt einem Vortrag lädt das 3D-Kafe im Februar zum öffentlichen Transpimalen:

Der 8. März steht vor der Tür, der kommende Europawahlkampf wird allerlei rechte Elendsgestalten aus ihren Löchern locken und Rojava droht ein Angriffskrieg durch die Türkei – zu tun gibt es also genug! Daher möchten wir euch einladen, am 21. Februar ab 18 Uhr ins Kafe Marat zu kommen und gemeinsam mit uns Transparente für kommenden Demos und Aktionen zu malen. Vorlagen, Farbe, Stoff, etc. werden zur Verfügung stehen, ihr könnt aber auch gerne eigenes Material mitbringen. Für Essen, Getränke und Musik wird selbstverständlich auch gesorgt.

Mi. 20.02. Pilse finden

Das Mittwochskafe lädt ein zum gemütlichen Pils-Abend. Welches Pils ist das beste? Finden wir es gemeinsam raus.

Mi. 13.02. Vorstellung der Broschüre „Informationen für Trans*menschen im Knast“

Heute ist das trans*Ratgeber-Kollektiv eingeladen, die ihre neu erschienene Broschüre „Informationen für trans*Menschen in Haft“ vorstellen wird. Damit soll nicht nur auf die besondere Situation von trans* und nicht-binären Menschen im Knast in Deutschland und auf den damit verbundenen Informationsmangel entgegenarbeitet werden, sondern auch ein grösseres Netzwerk aufgebaut werden, um trans* und nicht-binäre Menschen zu unterstützen. Anschließend soll auch eine Diskussion mit dem Schwerpunkt „Knastkritik und trans*“ stattfinden.

Die Broschüre könnt ihr hier bestellen. Das dadurch eingenomme Geld soll dazu dienen die Kosten zu decken und Gefangenen die Broschüre kostenlos zur Verfügung stellen zu können. Außerdem freut sich die Initiative über Unterstützung bei der Übersetzung und ihrer Finanzierung.

Eine Veranstaltung von Queerthing2019, QTies und Beyond Color.

Mi. 06.02. Autonomie und transformierte Herrschaft in Zeiten digitaler Selbstbestimmung

Info- und Diskussionsveranstaltung mit Capulcu
Technologiekritik ist Herrschafts- und Zivilisationskritik – kein Primitivismus!

Wir fällen nicht das lächerliche Urteil, dass die Technologie „schlecht“ ist. Aus welcher – ohnehin historisch bedingten – Ethik heraus denn auch? Wir sagen, sie ist Gewalt und sozialer Krieg.

Unsere Kritik macht sich fest an der technologischen Aneignung von Lebensprozessen. Unsere Positionierung gegenüber spezifischen technologischen Innovationen orientiert sich an einem anzustrebenden Abbau von Macht, Ungleichheit und Fremdbestimmung. Unser sozialrevolutionärer Autonomie- und Freiheitsbegriff geht hier weit über die zugestandene „Freiheit“ der „User*innen“ hinaus, die als Konsument*innen und Datenlieferant*innen zwischen verschiedenen vordefinierten Produkten wählen dürfen.

Wir verteidigen nicht pauschal „die Arbeit“ gegen jede Form von Roboterisierung. Menschliche Arbeit versus Nicht-mehr-Arbeit sind wenig aussagekräftige, statische Kenngrößen einer zudem makroskopischen Betrachtung. Ohne eine mikroskopische Sicht auf gesellschaftliche Auseinandersetzungen beschreiben sie weder die Dynamik der gesellschaftlich-technologischen Umwälzung noch geben sie Einblick in ihren Disziplinierungs- und (Selbst-) Unterwerfungscharakter.

Umgekehrt halten wir die Position, Technologie als „segensreichen Fortschritt“ zu glorifizieren, den wir lediglich aus den Klauen des Kapitalismus befreien müssen, für naiv. Weder Lenins noch Trotzkis (damalige) Zukunftsvisionen einer tayloristischen Fließbandgesellschaft nähren die Hoffnung auf eine progressive Verhaltenssteuerung. Und wir sehen ebenfalls im sozialistischen Vorläufer der Industrie 4.0, dem chilenischen Cybersyn-Projekt (Proyecto Synco) Anfang der Siebziger Jahre unter Salvador Allende, keine Referenz für eine heilsversprechende Kybernetik. Denn auch dort hat sich der Vermessungseifer längst nicht mit einer automatisierten Selbstregulierung der Produktion in Chile begnügt, sondern nach Methoden einer kleinteiligen Verhaltensökonomie seiner Inhabitant*innen gesucht. Eine Perspektive, die wir heute sowohl sowohl in dem „sozialen Punktesystem“ Chinas als auch in Googles Vorstellungen vom „Buch des Lebens“ (selfish ledger) wiederfinden. Diese Programme sind ihrem Anspruch nach totalitär: Der Kybernetisierung des Sozialen wohnt die Vorstellung sich selbst regulierender Individuen inne, die durch ein von außen vorgegebenes Selbstoptimierungsprinzip maximal fremdbestimmt agieren.
Daher reicht eine Vergesellschaftung der digitalen Plattformen, ja sogar eine Vergesellschaftung der digitalen Infrastruktur nicht aus. Wir müssen die soziale Kybernetik – also die feinstgliedrige Zerlegung unseres Lebens in Mess- und Steuerkreise – als solches zurückweisen. Die Technologie lediglich vom Kapitalismus befreien zu wollen – als vermeintlich „äußerem Verhältnis“ –, ist leider eine wenig hilfreiche, unterkomplexe Vereinfachung.
Wenn wir die Transformation des Kapitalismus in Richtung eines digitalen Plattform-Kapitalismus mit neuen nicht-staatlichen Playern samt historisch neuem Ausmaß von Abhängigkeiten und Machtungleichgewichten analysieren und kritisieren, dann lässt sich daraus kein positives Verhältnis zum Staat mit dem Wunsch nach Regulierung ableiten. Das wäre ein reformistischer Kurzschluss.

90 minütiger Vortrag + anschließende Diskussion
https://capulcu.blackblogs.org

Mi. 23.01. Never Again: Faschistische Avantgarde? – Student*innen und Nationalsozialismus

Vortrag von Tobias Eisch (fzs)

Alljährlich ist in jeder bedeutenden und weniger bedeutenden Zeitung die Rede vom studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ob in der Schule, an der Uni oder in den Nachrichten, wenn es um Student*innen und Nationalsozialismus geht, hört man fast ausschließlich von der weißen Rose, sogar die AfD beruft sich auf sie. Doch wieviel Wahres ist an diesem Bild einer vermeintlich antifaschistischen akademischen Geschichte?

Der Blick auf die studentische Geschichte und die Ideologie der Studenten im Vorfeld und während des Nationalsozialismus ist eine Auseinandersetzung, der allzu oft aus dem Weg gegangen wird. Die Aufarbeitung dieser Zeit von studentischer Seite konzentrierte sich hauptsächlich auf die Geschichte der Professoren und die Hochschulstruktur, in vielen Fällen werden bestenfalls die Bücherverbrennungen thematisiert. Doch welchen Beitrag zum Nationalsozialismus haben Studenten damals geleistet? Welche Rolle spielten dabei ASten, studentische Verbindungen und der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund? Diesen Fragen geht der Vortrag „Faschistische Avantgarde? – Student*innen und Nationalsozialismus“ nach, indem er die agierenden Gruppen und deren Ideologien betrachtet. An drei konkreten Fallbeispielen soll gezeigt werden, wie diese Gruppen zur Weimarer Republik agierten und was ihre Handlungen konkret bedeuteten.

Tobias Eisch war 2017/18 im Vorstand des freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. und hat die Kampagne „never again! – gemeinsam gegen autoritäre und faschistische Tendenzen“ mit ins Leben gerufen.

Offen ab 20 Uhr

Mi. 16.01. Der große Spieleabend

Wir wollen doch nur spielen! Am besten mit euch, also bringt eure Lieblingsspiele ins Mittwochskafe. Als besondere Überraschung haben wir diesesmal “ Bloc by Bloc – The Insurrection Game“ dabei. Nostalgisch zurückblickend zeigen wir auch ein Artefakt des Infoladens: das alte Kafe Marat Würfelspiel.

Mi. 2.1. Black Rat Zine Soliparty

Ⓐ Soliparty fürs Black Rat Zine mit Bands, Ausstellung und Vortrag! Ⓐ
► Einlass: 19 Uhr
► Beginn: 20 Uhr
► Eintritt gegen Spende
► Veganes Essen
► Leckere Getränke wie „Glühratte“ oder „Rattenpisse“
► Es spielen:
★ tba
Euphorie (Antifa-Streetpunk)
Wunst (Deutschpunk-Covermassaker)
► Vortrag: Frauen* in der Anfangszeit der Punkbewegung
► Austellung in Raum 2: Rat-Art Best of
►WER SIND WIR?
Wir sind ein Kollektiv aus München, wir veranstalten jeden dritten Donnerstag im Monat Punk/Hardcore Konzerte im Sunny Red und bringen jeden zweiten Monat ein ZINE raus. Das Black Rat Zine. Unser Ziel ist es eine Plattform für eine progressive, unkommerzielle Subkultur in München zu bieten, welche für alle, unabhängig von der Größe des Geldbeutel, zugänglich sein soll.
Deshalb war und ist es uns auch wichtig, unser Zine gegen Spende anzubieten.

black rat collective