Beiträge von mittwochskafe

Mi. 18.7. Vegan Tacos & Jazz im Hof

Das Mittwochskafe verabschiedet sich in die heißersehnte Sommerpause. Dazu wollen wir noch mal mit euch allen feiern und haben eine ganz besondere Sause vor: im Hof werden fresheste Tacos zubereitet, dazu gibt es nen Berg an Salsas und eswerden auch noch Jazz-Schallplatten aufgelegt. Wer da nicht kommt, verpasst mal wirklich was!

Mi. 11.7. Tag X: After Demo Convergence

Nach mehr als fünf Jahren werden morgen die Urteile im NSU-Prozess verkündet. Anlässlich dazu gibt es ab 8:00 morgens ganztags eine Kundgebung vor dem Gericht und ab 18:00 eine Demo in die Innenstadt. Wir machen deswegen erst nach der Demo auf, vermutlich gegen 21:00. Es wird Kaltgetränke, warmes Essen geben und die Möglichkeit zum gemütlichen Austausch geben.

Wir sehen uns auf der Straße!

Mi. 27.06. Film: „Ovarian Psycos“

„Ovarian Psycos“ ist ein Dokumentation über eine Feministische/Antirassistische Bike-Gruppe von Frauen mit Migrationshintergrund aus den Vorstädten von L.A.
Sie erzählen von ihren politischen Einstellungen, Motivationen und Aktionen.

Trailer

Der Film ist auf Englisch.

Mi. 20.06. „es kann legitim sein, was nicht legal ist. martin löwenberg – ein leben gegen faschismus, unterdrückung und krieg.

Am 2. April diesen Jahres ist der KZ-Überlebende Martin Löwenberg gestorben. Für viele in der Münchner Linken war Martin langezeit Mitkämpfer, aber auch streitbarer Genosse. Um an Martin und seine politischen Positionen nicht nur zu erinnern, sondern sie wach zu halten zeigen wir am 20.6. einen Dokumentarfilm über Martin. Die Filmemacher_innen sind anwesend und nach der Vorführung gibt es Raum für Gespräche. Offen ist ab 20:00, der Film wird nicht vor 21:00 starten.

Fast zwei Jahrzehnte begleiteten die FilmemacherInnen den Widerstandskämpfer und ehemaligen KZ-Häftling Martin Löwenberg (12. Mai 1925 – 2. April 2018) mit der Kamera: bei seinem politischen Engagement zur Unterstützung von Flüchtlingen sowie zur Entschädigung von ehemaligen ZwangsarbeiterInnen, aber auch bei seinem entschiedenen Eintreten gegen Neonazismus, Antisemitismus und Krieg. Diese subjektive Protestgeschichte wird verknüpft mit aktuellen Interviews und historischem Bildmaterial aus Wroclaw (ehem. Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen und München zu einer filmischen Zeitreise über ein Jahrhundert. Martin Löwenberg entwickelt dabei eine ganz besondere Form der Reflektion von Geschichte, die die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart präsent werden lässt.

Dokumentarfilm von Petra Gerschner und Michael Backmund
94 Minuten © München 2011
Musik: Konstantin Wecker, Schnitt: Katrin Gebhardt-Seele, www.loewenberg-film.de

Mi. 13.06. Vortrag: Vorsicht! Patientenverfügung.

Die Demosanitäter*innen präsentieren einen Vortrag von Michael Skambraks über sein Buch zum Thema Patientenverfügung.

Das Thema Sterben hat Sprengkraft. Es erregt die Gemüter. Es führt manche zu einem kraftvollen Engagement. Doch Engagement wofür? Warum aus tiefster ethischer Überzeugung Engagement für gegensätzliche Ziele? Es hängt viel von den Erlebnissen der einzelnen Menschen ab. Wer guten Willens ist, der wird auch mit einem anderen diskutieren können, der die gegenteilige Ansicht vertritt. Was aber ist der Hintergrund für die politische Propagierung einer bestimmten Ansicht? Und warum wird in der Propagierung der Patientenverfügungen denen, die sich wie ich für das Lebensrecht einsetzen, unterstellt, sie würden nur am sinnlosen Vegetieren verdienen? Ist da nicht ein Interesse dahinter, das verschwiegen wird? Ich habe Respekt vor jedem, der aus ethischer Überzeugung eine andere Meinung vertritt als ich. Doch fällt mir der Respekt schwerer, wenn ich sehe, daß aus unausgesprochenem wirtschaftlichem Interesse die Selbstentsorgung propagiert wird. Nun – ich sehe auch, daß es Menschen gibt, denen das Leben eine Qual ist. Aber soll ich mich deshalb für das Sterben engagieren? Ich möchte mich lieber dafür engagieren, daß das Leben wieder lebenswert wird – auch bei Krankheit und Behinderung und auch in der letzten Phase des Lebens. Wer nach reiflicher Überlegung sein Leben selbst beenden möchte, den kann ich nicht am Suizid hindern. Ich kann auch den Sterbetourismus nicht verhindern. Jeder, der sein Leben beenden lassen möchte, kann in ein Land fahren, in dem die Tötung auf Verlangen inzwischen legalisiert ist, und sich dort töten lassen. Ich kann nur aus meiner Überzeugung davor warnen. Wer die Textvorlagen für „Patientenverfügungen“ unterschreiben will, die unsere hohen Politiker empfehlen, der kann das tun. Ich will niemanden daran hindern. Ich will nur von meiner eigenen Erfahrung her davor warnen. Ich setze mich für das Lebensrecht ein in jeder Lebensphase. Jeder hat nach meiner Ansicht das Recht, so lange zu leben, wie der liebe Gott oder die Natur es zulassen. Wo es durch die Erkenntnisse der Medizin möglich ist, eine Lebensgefahr zu überwinden und länger zu leben, als es ohne die ärztliche Kunst möglich wäre, da hat auch jeder das Recht, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es darf nicht hinter dem Rücken eines Patienten beschlossen werden, daß sein Leben nichts mehr wert sei und daß notwendige Hilfe unterlassen wird oder gar Maßnahmen zur Sterbebeschleunigung durchgeführt werden, welche man als angebliche Linderung des Leidens schönredet. Die verbreiteten Patientenverfügungen dürfen nicht allgemeiner Standard werden. Es muß weiterhin möglich sein, das Gegenteil des heutigen Standards zu schreiben und auf dem eigenen Lebensrecht zu bestehen.

Offen ist ab 20:00, der Vortrag beginnt um 21:00.

Mi. 10.5. Weltraumparty

Das Mittwochskafe lädt ein zu einer intergalaktischen Reise in eine Zukunft,
in der alle Kreaturen von ihren materiellen und geistigen Nöten befreit sind.
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Das Raum-Zeit-Kontinuum des Kafe Marats ist nicht mehr.
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An seine Stelle trat eine sich strahlenförmig ausbreitende Sphäre, welche bevölkert ist von mannigfaltigen, außerweltlichen Kreaturen. Internationale Kosmolog_innen konnten vielfältige Wesen ausmachen: Weltraumesel, Kosmonaut_innen, Roswellaliens, Roboter, Androiden, Hyperbolide Spinnen und noch mehr.

Besatzung im Holodeck:

Commander Gregor Giesing
und Int.Estrella

Visuelles:

structure

Im Labor forschen:

El Presidente und Schwurbulak 3.00

Bereits früh am Abend breiten Astrophysicists Anonymous auf die Suche nach Leben außerhalb des irdischen Kapitalismus vor.

Wir bitten um Beachtung des strikten Zeitablaufs:
20:00 Boarding
21:00 Die intergalaktische Reise startet
21:12 Zweite Stufe: der Booster wird gezündet
22:24 Abkopplung des telemetrischen Akkregators
22:25 Akkustische Turbulenzen, dritte Ordnung
23:00 Experimentierphase Gamma
23:59 Komentenalarm!!!!!

Auf ein adäquates Outfit ist zu achten also seid kreativ und überlegt euch was ausgefallenes

Sa. 05.05. Umsonsthofflohmarkt

Am 5. Mai sind wieder Hofflohmärkte im Schlachthof- und Dreimühlenviertel. Auch wir öffnen den Hof des Kafes und laden euch zum Umsonstflohmarkt ein. Kommt vorbei und bringt Sachen, die ihr nicht mehr benötigt, aber für andere noch einen Nutzen haben. Tische sind reichlich da. Für Getränke wird gesorgt sein. Los geht es ab 10 Uhr.

Mi. 25.04. Vortrag zum Polizeiaufgabengesetz

Liebe Leute,

die Rote Hilfe hält diesen Mittwoch einen Vortrag zum neuen Polizeiaufgabengesetz in Bayern:

Gefährdungen durch die gefährliche Gefahrenabwehr

Polizeiaufgaben- und andere Gesetzesänderungen

Jährlich finden zahlreiche Gesetzesänderungen und v.A. -verschärfungen
hinsichtlich eines repressiven Polizeistaates statt, wo es schwer ist
den Durchblick zu behalten. Und jetzt auch das noch: Auf den Flyern
steht, dass das krasseste Polizeigesetz in Deutschland seit 1945 nun in
Bayern verabschiedet werden soll. Doch was heißt das konret? Gab es die
neu erlaubten Maßnahmen nicht zum Teil vorher auch schon? Wie ist das
politisch einzuordnen?

Diesen Fragen wollen wir uns in einem Vortrag von der Roten Hilfe O.G.
München mit nachfolgender Diskussion widmen um in den nächsten Wochen
als Linke nochmal deutlicher auf den Putz zu hauen.
Kommt vorbei!

Mi. 21.3. Vortrag zur Kampagne gegen Abschiebungen nach Afghanistan

English Version below:

Seit Dezember 2016 finden monatlich Abschiebungen von Deutschland nach Afghanistan statt. In Sammelchartern werden afghanische Geflüchtete in ein Land zurückgeschickt, in dem Terror, Krieg und Verelendung herrscht. Obwohl die Situation in Afghanistan bekannt ist, wird Afghanistan als sicheres Land propagiert und benutzt, um politisch unter Beweis zu stellen, dass Abschiebungen knallhart durchgesetzt werden können – vor allem in Bayern. Nicht scheu, sich populistischer Argumentation zu bedienen, wird dabei verkündet, dass „nur“ Straftäter, Gefährder und Identitätsverweigerer nach Afghanistan abgeschoben würden.

In München wurde ein Bündnis gegen die Abschiebungen nach Afghanistan gegründet, das sich regelmäßig trifft und bisher zu allen Sammelabschiebungen Protestaktionen in München organisiert hat.

Wir würden gerne mit Euch über künftige Aktionen des Bündnisses sprechen und von der Situation in Afghanistan, der Lage für afghanische Geflüchtete hier und den Bedingungen im bayerischen Abschiebegefängnis in Eichstätt berichten.


English :

Since December 2016 there have been monthly deportations from Germany to Afghanistan. In collective charters, Afghan refugees are sent back to a country where terror, war and impoverishment reign. Although the situation in Afghanistan is well known, Afghanistan is being promoted and used as a safe country to prove politically that deportations can be enforced harshly – especially in Bavaria. It is not shy of using populist argumentation that“only“ criminals, perpetrators of danger and deniers of identity would be deported to Afghanistan.

An alliance against the deportations to Afghanistan was formed in Munich, which meets regularly and has so far organised protest actions in Munich against all collective deportations.

We would like to talk to you about future actions of the Alliance and report about the situation in Afghanistan, the situation for Afghan refugees here and the conditions in the Bavarian deportation prison in Eichstätt.

Sa. 17.03. Gefängnisindustrie – Sklaverei 3.0 am Beispiel USA mit Ausblick auf BRD

Im Dezember 2017 jährte sich zum 36. Mal die Inhaftierung des ehemaligen Black Panthers und afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal. Der Kampf um seine Freiheit steht auch für 36 Jahre Kampf gegen rassistische Polizeigewalt, politische Repression, die Todesstrafe sowie die Masseninhaftierung in den USA. Der Kampf um Mumias Freiheit dreht sich im Kern um die Überwindung der nie beendeten Sklaverei, die ihre moderne Form in der Gefängnisindustrie des Landes ausübt.

In den vergangenen Jahren wurde viel erreicht: Mumias Todesstrafe konnte endgültig abgewendet werden. Für ihn und Hunderte anderer Gefangener im US Bundesstaat Pennsylvania konnte medizinische Versorgung gegen Hepatitis-C durchgesetzt werden. Aktuell kämpft Mumia zusammen mit der Bewegung für die Wiederaufnahme seines manipulierten Verfahrens, das 1982 zu seiner Verurteilung führte. Im besonderen Fokus liegen dabei momentan Akten der Staatsanwaltschaft, die seiner Verteidigung vorenthalten werden.

Anlässlich des Internationalen Tags der politischen Gefangenen am 18. März organisiert die Rote Hilfe München e. V. einen Vortrag mit einem Referenten des Bündnisses FREE MUMIA Berlin zum Thema „Gefängnisindustrie – Sklaverei 3.0 – am Beispiel USA mit Ausblick auf die BRD“. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe und Dimensionen des Falls und geht auf den medialen Diskurs sowie den Einfluss auf die Rechtsentwicklung in den USA ein. Er gibt außerdem einen Überblick über Zwangsarbeit vor der NS-Zeit, die Shoa, den Vernichtungskrieg und Zwangsarbeit sowie einen Einblick in die Gefängnisindustrie in der BRD.

Der 18. März erinnert an den Aufstand der Pariser Kommune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgende Repression. Die Reaktion übte nach ihrem Sieg an den Kommunard*innen blutige Rache. Mehr als 20.000 Männer und Frauen* wurden getötet, mehr als 13.000 zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Und doch bleibt die Geschichte der Kommune im Gedächtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegung nicht in erster Linie als eine Niederlage haften, sondern lebt als die Geschichte eines Aufbruchs, der bis heute andauert und noch lange nicht an sein Ende gelangt ist, weiter. 1923 erklärte die Internationale Rote Hilfe (gegründet 1922) den 18. März zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Nach dem Faschismus gab es erst wieder 1996, auf Initiative von Libertad und der Roten Hilfe, einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem finden jedes Jahr Veranstaltungen und Aktionen statt.

www.18maerz.de

www.mumia-hoerbuch.de

www.rhmuc.noblogs.org