Antifaschistisches Skinhead-Café – ROOTS BAR

Wer wir sind:
Wir sind eine Gruppe von Skinheads aus dem RASH- (Red and Anarchist Skinheads) und SHARP- (Skinheads Against Racial Prejudice) Umfeld.

Was wir wollen:
Mit einem Skinhead-Abend im Kafe Marat wollen wir einerseits ein Zeichen setzen gegen das in den Medien propagierte Bild des rechtsradikalen, dumm-prolligen Skinheads, andererseits wollen wir einen Freiraum nicht nur für Skinheads sondern auch alle anderen Interessierten schaffen, in dem wir vollkommen frei von rechtsradikalen oder sogenannten „unpolitisch(-rechtsoffenen)“ Einflüssen in die Skinhead-Subkultur sind. Leider gibt es in der deutschen Skinhead-Szene nach wie vor eine erschreckend hohe Toleranz gegenüber Rassismus und Rechtsradikalismus, was sich teilweise „relativ harmlos“ im bloßen Abfeiern rechtsradikaler / rassistischer Musikgruppen andererseits aber auch – gar nicht mehr so harmlos – in unter Umständen freundschaftlichem Umgang mit sogenannten Nazi-„Skins“ äußert, da diese ja – angeblich – auch Skinheads sind und manche Leute meinen, dass alle Skinheads zusammenhalten müssten. Wir vertreten die Meinung des Sängers der antifaschistischen Oi!-Band „The Oppressed“, Roddy Moreno: „Kein Skin kann Rassist sein, weil er sonst seine schwarzen Wurzeln verleugnet“. Weiterhin sind wir der Überzeugung, dass die Zugehörigkeit zu einer Subkultur nicht mit den totalitären Ansichten faschistischer Systeme kompatibel ist. Im Dritten Reich gab es für Angehörige einer Subkultur (namentlich Swing-Jugend) einen netten Aufnäher: einen schwarzen Winkel.
Wir bekennen uns zu den multikulturellen Wurzeln der Skinhead-Szene und wollen mit diesem Skinhead-Abend eine Veranstaltung etablieren, die unsere Erwartungen an einen gemütlichen Abend erfüllt:
„unsere“ Musik (Ska, Rocksteady, Reggae, Soul, Punkrock und Oi!-Musik)
Getränkepreise, die es auch finanziell nicht so gut gestellten möglich machen, einen Abend in Gesellschaft anderer zu verbringen
Den „fortschrittlichen“ = antifschistischen Teil der Skinhead-Kultur zu fördern und zu vernetzen, egal ob man nun „RASH“, „SHARP“ oder TradSkin ist.

Was wir nicht wollen:
Dass „Faschos“ und deren Freunde und Sympathisanten als Gäste anwesend sind
Rechtsgerichtete Musik und Musik von Bands, die die nötige Grenze nach Rechts nicht ziehen.

Mit kurzhaarigen Grüßen,
das Roots-Bar-Team